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Französische Gemeinde Condom wehrt sich gegen Präservative

Immerzu Liebe und Sex, damit will in Frankreich nicht jeder in Verbindung gebracht werden. Die südfranzösische Gemeinde Condom hat ein kleines Problem mit ihrem Namen. Das Dorf will nicht als Namensgeber für ein Edelpräservativ herhalten.

Ein Gericht in der Stadt Bordeaux verbot der Firma The Original Condom Company nun, weiterhin Präservative mit dem Hinweis "From Condom, France" zu verkaufen, wie die Rechtsanwältin der Gemeinde am Mittwoch mitteilte. Demnach hatten sich zwei französische Adelige, Charles-Emmanuel de Bourbon Parme und Gil de Bizemont, 2009 zur Condom Company zusammengetan und die Verhütungsmittel nach Amerika verkauft. "Präservative schützen vor allem, unsere schützen vor Gewöhnlichkeit", warben die beiden Franzosen auf ihrer Internetseite. Sie setzen offenbar auf positive Effekte. Der Champagner, der Cognac, der Camembert verdanken allesamt ihre Namen den Herkunftsorten.

In Condom hatten die Unternehmer aber nur den Firmensitz angemeldet, um mit der Bezeichnung "From Condom" werben zu können; hergestellt werden ihre Präservative der Gemeinde zufolge in Malaysia. Die Gemeinde Condom, die zwischen Bordeaux und Toulouse liegt, hatte durch einen Zeitungsartikel von dem Geschäft erfahren und will auch gegen die Markenbezeichnung klagen. Der Ort macht dabei geltend, dass Präservativ nicht "condom" wie im Englischen heißt, sondern "préservatif".