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Defekte Oberleitung: Passagiere sitzen drei Stunden in ICE auf offener Strecke fest

Defekte Oberleitung

Passagiere sitzen drei Stunden in ICE auf offener Strecke fest

Rund 450 Passagiere eines Intercity-Express (ICE) der Deutschen Bahn haben am Freitagabend bei Karlsruhe mehr als drei Stunden in ihrem Zug festgesessen. Nach einem Defekt an der Oberleitung kam der ICE 104 kurz nach 17 Uhr auf offener Strecke zum Stehen. Er konnte nicht mehr weiterfahren und musste geräumt werden. Die Passagiere mussten über die Schienen in einen anderen ICE umsteigen. Dieser war auf das Gleis neben dem stehen gebliebenen Zug gefahren worden. Die Passagiere wurden über Lautsprecher dazu aufgefordert, den Zug zu verlassen. Kurz nach 20 Uhr konnten sie die Reise in dem Ersatz-ICE fortsetzen. Der ICE 104 war auf dem Weg von Karlsruhe nach Mannheim.

Menschenhandel

Menschenhändler-Bande steht vor Gericht

Eine Bande von neun Männern und einer Frau muss sich seit Freitag vor dem Stuttgarter Landgericht verantworten. Sie sollen mindestens 21 Frauen nach Deutschland gelockt und zur Prostitution gezwungen haben. Ihnen drohen mehrjährige Haftstrafen wegen Menschenhandels. Einige der Frauen, darunter mehrere Minderjährige, haben auch in den als "Flatrate"-Bordellen bekannt gewordenen "Pussy-Clubs" gearbeitet, von denen zwei in Fellbach (Baden-Württemberg) und in Heidelberg standen.

Stilles Gedenken

Amoklauf von Winnenden jährt sich zum zweiten Mal

Rund 600 Menschen haben am zweiten Jahrestag des Amoklaufs von Winnenden der 15 Opfer gedacht. Sie versammelten sich am Freitag auf dem Winnender Marktplatz im stillen Gedenken. Zum Zeitpunkt, als vor zwei Jahren ein 17-Jähriger Schüler seine Bluttat in der Albertville-Realschule begann, läuteten die Glocken der Stadtkirche für fünf Minuten. Danach verlas Oberbürgermeister Helmut Holzwarth die Namen der Opfer. Die Gedenkfeier - anders als vor einem Jahr ohne politische Prominenz - wurde schließlich mit einem gemeinsamen Gebet abgeschlossen.

Prozess

Angeklagte bestreiten Schuld an qualvollem Feuer-Tod

Zwei Männer müssen sich seit Freitag wegen Mordes vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Sie sollen einen Bekannten im Mai 2010 in Dresden mit Terpentin übergossen und angezündet haben. Der 45-jährige Hilfsarbeiter beschuldigte über seinen Verteidiger den mitangeklagten 41-jährigen Totengräber, er habe den 52-Jährigen "aus Spaß" mit der brennbaren Flüssigkeit übergossen. Dieser bestritt dies jedoch.