Korruption

Neue Vorwürfe: Prinz Andrew soll in Waffengeschäfte verstrickt sein

Prinz Andrew ist weiter unter Druck: Nach der Kritik an den dubiosen Kontakten des zweitältesten Sohnes von Königin Elizabeth II. enthüllen die Zeitungen weitere angebliche Fehltritte.

Medien erhielten Informationen über eine angebliche Verwicklung in Waffengeschäfte und die ungewöhnliche Nutzung von Militäreinrichtungen. Die Zeitung "Daily Telegraph" berichtete, dass der umstrittene Freund des Prinzen, der verurteilte pädophile US-Geschäftsmann Jeffrey Epstein, bei einem Besuch im Jahr 2000 auf einem Militärflughafen landen durfte. Das sei für ein Privatflugzeug äußerst ungewöhnlich, hieß es. Das Verteidigungsministerium erklärte allerdings, Landungen von Privatflugzeugen seien dort eine Routineangelegenheit.

Die Zeitungen "Independent" und "Times" berichten von angeblichen Verwicklungen Andrews in Waffengeschäfte. So soll die britische Regierung im vergangenen Jahr kurz nach einem Besuch des Prinzen im Jemen Waffenlieferungen an das Land genehmigt haben. Auch mit dem indonesischen Präsidenten soll sich Andrew getroffen haben, um Waffengeschäfte vorzubereiten. Der "Guardian" wirft dem Prinzen vor, trotz aller Kritik seine Vorgehensweise nicht zu überdenken. Als er am Montag ins Kreuzfeuer der Medien geraten sei, habe er sich unbeirrt mit einem Abgeordneten getroffen, um Aserbaidschan als Land "mit großartigen Möglichkeiten" anzupreisen. Die Familie von Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi, der Schwiegersohn des verjagten tunesischen Präsidenten Ben Ali, kasachische Oligarchen sowie libysche Waffenschmuggler sind in diesem Zusammenhang im Gespräch.