Raumfahrt

Die "Discovery" ist zum letzten Mal zurück aus dem All

Mit ihren sechs Astronauten an Bord ist die US-Raumfähre "Discovery" sicher wieder auf der Erde gelandet und hat damit ihre letzte Mission im Weltall erfolgreich beendet.

Exakt um 17.57 Uhr MEZ traf das US-Shuttle im Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida ein, wie die US-Weltraumbehörde NASA mitteilte. Die Landung und auch das Aufspannen des Landefallschirms verliefen ohne Probleme. "Diese Legende hat zusammengerechnet 365 Tage im All verbracht", erklärte die NASA. Die "Discovery" wird nun außer Dienst gestellt. Mit 39 Einsätzen in 27 Jahren ist die "Discovery" das älteste Shuttle mit den meisten Flügen. Mit ihrer Rückkehr zur Erde geht eine erfolgreiche Karriere zu Ende. Von den drei Space Shuttles, die nach den verheerenden Unglücken der "Challenger" 1986 und der "Columbia" 2003 noch existieren, ist die "Discovery" am längsten im Dienst. Die Raumfähre flog erstmals 1984 ins All und absolvierte mehr Missionen als die anderen Shuttle der Nasa-Flotte. 5600 Mal umrundete die "Discovery" die Erde.

Während ihrer 27-jährigen Karriere nahm die "Discovery" 180 Menschen mit ins All - darunter Eileen Collins, die im Jahr 1995 als erste Shuttle-Pilotin und 1999 als erste Kommandantin die Lanze für Frauen im All brach.

Auch der erste afroamerikanische Weltraumspaziergänger, Bernard Harris, flog 1995 an Bord der "Discovery" in die Schwerelosigkeit. 1985 war Senator Jake Garn an Bord, er war der erste amtierende Kongressabgeordnete im Weltraum.

Nach ihrer Rückkehr zur Erde soll die "Discovery" zum Museumsstück werden. Die US-Weltraumbehörde Nasa plant maximal zwei weitere Shuttle-Flüge zur "ISS": Am 19. April soll die "Endeavour" ins All starten und am 28. Juni die "Atlantis". Danach werden US-Astronauten auf russische Raketen zum Transport ins All angewiesen sein.