Hamburg

Findelkind Marie: Polizei prüft Verdächtigen per Gentest

Das Gentest-Ergebnis des Verdächtigen im Fall des Hamburger Findelbabys Marie soll in den nächsten Tagen vorliegen. Zur Zeit werden die Zeugenaussage und das Umfeld des 20-Jährigen überprüft, wie Polizeisprecher Holger Vehren am Sonntag berichtete.

Der Mann war am Donnerstagabend von einer Bekannten auf den Fahndungsfotos erkannt worden. Er selbst gab bei der Polizei an, er habe erst da von den Aufnahmen erfahren und sich deshalb nicht vorher gemeldet. Er sei aber unschuldig. Der Fall des Findelbabys Marie hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und beschäftigt die Polizei und die Öffentlichkeit seit mehr als zwei Monaten. Das kleine Mädchen war am 4. Januar in der Nähe des Bahnhofs Dammtor beim CCH bei eisigen Temperaturen in einem Koffer ausgesetzt worden. Ein Passant hatte den Pförtner auf das herrenlose Gepäckstück aufmerksam gemacht. Die Kleine ist wohlauf und lebt seit Ende Januar bei einer Pflegefamilie. Der verdächtige junge Mann konnte nach seiner Vernehmung wieder nach Hause, musste bei der Polizei aber eine Speichelprobe abgegeben. Wann die Ergebnisse genau erwartet werden, war nach Angaben von Vehren noch unklar.