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Die Favoriten für den Oscar

Bester Film: Oscar-Gewinner schälen sich meist im Lauf der Kampagne in der "Award Season" heraus. Lange galt "The Social Network" als Favorit (insgesamt acht Nominierungen). Dann begann der Siegeszug von "The King's Speech" , weshalb allgemein der Gewinn des konventionellen Dramas erwartet wird (zwölf Nominierungen). Die Coen-Brüder mit "True Grit" (zehn Nominierungen) haben erst vor drei Jahren groß abgeräumt. Als Bester Film stehen zehn Werke zur Wahl. Die Akademie könnte darauf verfallen, dem Regisseur von "The Social Network", David Fincher, den Oscar für die beste Regie zu geben.

Beste Hauptdarstellerin: Als Tänzerin in "Black Swan" ist Natalie Portman eine sichere Bank, so wie Helen Mirren als Queen 2007 von vornherein gute Karten hatte. Schon um die Schwangere auf der Bühne zu sehen, wird sich die Akademie nicht für die Konkurrentinnen Annette Bening, Nicole Kidman, Jennifer Lawrence oder Michelle Williams entscheiden.

Bester Hauptdarsteller: Zur Wahl stehen ein Bergsteiger, ein Westerner, ein Computernerd, ein todkranker Krimineller, ein König. Weil der König bemitleidenswert stottert und Colin Firth die Herzen allgemein zufliegen, wird der 50 Jahre alte Brite wohl gewinnen. Wesentlich spektakulärer wäre ein Sieg des brillanten Jesse Eisenbergs als Mark Zuckerberg.

Beste Nebendarstellerin: Die Amerikaner lieben die britische Monarchie, besonders seit sie los sind. Helena Bonham Carter als Queen Mum in "The King's Speech" hat deshalb beste Chancen. Amy Adams und Melissa Leo leiden am Problem, dass sie im gleichen Film mitspielen ("The Fighter"). Die 13-jährige Hailee Steinfeld aus "True Grit" ist zu jung, bleibt Jacki Weaver als kriminelle Oma in "Königreich des Verbrechens". Klingt auch nach Monarchie, ist aber keine.

Bester Nebendarsteller: Wird Geoffrey Rush als knurriger Logopäde der Einzige, der keinen Oscar für "The King's Speech" gewinnt? Jedenfalls könnte dies die Chance für Christian Bale im Boxer-Drama "The Fighter" sein, der so für unermüdliche Ausnahmedarstellung belohnt würde.