Karlsruhe

Kachelmann-Anwalt bleibt auf Konfrontationskurs

Im Vergewaltigungsprozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann bleibt die Verteidigung mit Attacken gegen den Burda-Verlag und den Trauma-Experten Günter Seidler auf Konfrontationskurs.

Kachelmanns Anwalt Johann Schwenn beantragte gestern, eine langjährige Ex-Freundin des Wettermoderators, die sich in der "Bunten" geäußert hatte, solle offenlegen, wie viel Geld sie vom Burda-Verlag erhalten habe. Andernfalls wolle er auf seinen Antrag zur Durchsuchung von Redaktionen zurückkommen. Der Burda-Verlag verwies auf seine Stellungnahme vom 8. Dezember. Damals hatte "Bunte"-Chefredakteurin Patricia Riekel erklärt: "Nur weil einem Anwalt die Berichterstattung über seinen Mandanten nicht gefällt, kann er nicht gleich eine Redaktion stürmen lassen." Diese Forderung entbehre jeglicher juristischer Grundlage. ",Bunte' hält sich selbstverständlich an die journalistische Sorgfaltspflicht." Schwenn sagte, die Verteidigung müsse annehmen, dass die Frau eine Art Koordinatorenrolle gegenüber den anderen ehemaligen Geliebten Kachelmanns übernommen habe. Er hatte schon einmal erfolglos beantragt, die Redaktionen von "Focus" und "Bunte" zu durchsuchen.