Zeugin

Koblenzer Missbrauchsprozess: Ehefrau will nicht aussagen

Die Ehefrau des wegen Missbrauchs angeklagten Detlef S. hat am Mittwoch die Aussage verweigert.

Ihr Auftritt als Zeugin vor dem Koblenzer Landgericht dauerte nur zwei Minuten, dann verließ sie den Gerichtssaal wieder. Neben der Ehefrau sind auch Mitarbeiter des Jugendamts als Zeugen geladen.

In der vergangenen Woche hatten die mutmaßlichen Opfer schwere Vorwürfe gegen die Behörde erhoben. Das Jugendamt sei trotz etlicher Hinweise auf Missbrauch und Misshandlung der vier leiblichen und vier Stiefkinder durch den angeklagten Detlef S. nicht eingeschritten. Das Amt dementierte dies. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 48-Jährigen aus Fluterschen 350 Fälle von sexuellem Missbrauch vor. Die Stieftochter Natascha bekam acht Kinder mit Detlef S. Zudem wurden sie und die leibliche Tochter Jasmine zur Prostitution gezwungen. In der vergangenen Woche hatten die beiden Stiefsöhne von Detlef S. ausgesagt, der Angeklagte habe sie immer wieder mit einer selbst gebauten Peitsche und anderen Gegenständen geschlagen. Detlef S. hatte einen Teil der Taten gestanden. Er räumte 325 Fälle von sexuellem Missbrauch an seiner Tochter Jasmine ein.