Kriminalität

Drei Festnahmen nach Mord an Unternehmer "Hühner-Klaus"

Der spektakuläre Mordfall an dem Geflügelhändler Klaus K. aus Datteln (Nordrhein-Westfalen) vor acht Monaten steht offenbar vor der Aufklärung: Nach Hinweisen infolge der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" nahm die Polizei in Haltern und Gelsenkirchen drei 41, 46 und 47 Jahre alte Verdächtige fest.

Einer der Männer soll die Tat bereits gestanden haben. "Zum Motiv und Hintergründen der Tat wollen wir momentan noch nichts sagen", sagte ein Sprecher der Polizei Recklinghausen und kündigte weitere Ermittlungsergebnisse für die kommende Woche an. Nach der Tat war darüber spekuliert worden, ob der Selfmade-Millionär eventuell der "Fleisch-Mafia" zum Opfer gefallen sein könnte. Möglicherweise habe der Geschäftsmann "dubiose Knebelverträge" mit seinen Vertragspartnern in Osteuropa unterhalten.

Ende Mai 2010 hatten zwei Männer den 80-jährigen Geflügelgroßhändler und Gastronomen - auch unter dem Namen "Hühner-Klaus" bekannt - vor seiner Haustür in Datteln erschossen. Die Tat war von Überwachungskameras auf dem Grundstück gefilmt worden. Welche Rolle der dritte Mann bei dem Mord gespielt hat, wollte die Polizei auf Anfrage nicht sagen. In der Nähe des Tatorts waren an einer Sturmhaube DNA-Spuren des Opfers und "einer zweiten, zurzeit noch nicht identifizierten" Person gefunden worden. Ob es sich dabei um DNA von einem der festgenommenen Männer handelt, oder ob noch eine vierte Person an der Tat beteiligt war, ist noch unklar. Die Familie des Opfers hatte für Hinweise, wer die Täter sein könnten, eine Belohnung von 100 000 Euro ausgesetzt.