Fernsehen

Gottschalk hält sich "Wetten, dass..?" weiter offen

Thomas Gottschalk hat die Tür zu "Wetten, dass..?" anscheinend nicht vollständig zugeschlagen. "Es ist wirklich kein Drama, wenn ein Moderator nach 25 Jahren bei einer Sendung sagt: 'Nun ist gut.'

Wer auch immer mir nachfolgt, stellt das Ding wieder auf null und zeigt mal, wie gut es geht - und wenn es nicht geht: Ich bin ja nicht aus der Welt", sagte der 60-Jährige in der ZDF-Talkshow "Maybrit Illner".

Gottschalk hatte am vergangenen Samstag bekannt gegeben, die Show im Sommer abgeben zu wollen. Der Sturz von Wettkandidat Samuel Koch habe ihn hart getroffen. "Da war nichts mehr schönzumoderieren. Und da ist mir für einen Moment das Herz stehen geblieben", sagte er noch immer betroffen. Koch wird weiter mit Lähmungen in einer Schweizer Spezialklinik behandelt; es ist unklar, ob er je wieder laufen kann. Der Unglücksfall habe die Sendung verändert, sie habe ihre Unschuld verloren, sagte Gottschalk: "Wir können nicht mehr sagen, wir riskieren's. Jetzt ist plötzlich der Wurm irgendwo drin - und der wird auch drin bleiben."

Das ZDF hat reagiert und riskante Wetten für die Zukunft ausgeschlossen - trotz des starken Konkurrenzkampfs: "Ich bin eindeutig mit der Sendung ... im Quotendruck. Der Kollege Bohlen war mir schwer auf den Fersen", sagte der Entertainer. Er kritisierte erneut Castingformate wie die RTL-Sendung "Deutschland sucht den Superstar" - solche Shows seien zwar gut gemacht, aber hier würden junge Leute vorgeführt, die sich nicht wehren könnten. Als Moderator mache er sich zwar auch zum "Hanswurst", aber das sei sein Beruf. Schuld daran, dass es im deutschen Fernsehen kaum neue Formate gebe, sei die "verfluchte Quote". Für Gottschalk ist daher die entscheidende Frage: "Gelingt es uns, uns aus diesem Quotendruck und dieser Gleichmacherei zu befreien?"