USA

Scheibenwischermittel rettet 84-Jährigen in der Wüste

Nach fünf Nächten in der Wüste Arizonas begannen Henry Morellos Hoffnungen auf ein glückliches Ende seiner lebensgefährlichen Lage zu schwinden. Mit seinem Wagen war der 84-Jährige in einen Graben geraten, aus dem er das Fahrzeug nicht wieder herausbekam.

Als sein Handy und die Batterie ihren Geist aufgaben, habe auch er nicht mehr viel Hoffnung gehabt, sagt Morello.

Mittlerweile liegt er in einem Krankenhaus in Phoenix. Der Diabetiker trank die Scheibenwischerflüssigkeit, um seinen Wasserhaushalt zu decken. Da er nichts zu trinken dabeihatte, brach er den Behälter mit einem Stein auf und filterte die Flüssigkeit mit einer Serviette. Begonnen hatte sein Abenteuer, als er auf dem Heimweg falsch abbog und in der Wüste nördlich von Phoenix strandete. Zunächst krabbelte er aus dem Fahrzeug und versuchte, zu Fuß weiterzukommen. Doch er kam nicht weit und kehrte um. In der Hoffnung, dass es weithin sichtbar sein würde, riss er ein verchromtes Teil seines Fahrzeugs ab und befestigte es auf dem Dach.

Wanderer entdeckten ihn schließlich. Rund 100 Freiwillige waren auf der Suche nach ihm. Der 84-Jährige konnte sein Glück kaum fassen. Jener Wanderer, der ihn durch sein Klopfen an die Autoscheibe geweckt hatte, habe für ihn wie ein Engel ausgesehen. "Ich habe ihn einfach geküsst", sagte Morello, der im Krankenhaus bleiben muss. Eine Lehre hat der 84-Jährige aus seinem Abenteuer in der Wüste auf jeden Fall gezogen: "Ich werde nie wieder ohne Wasser Auto fahren."