Naturkatastrophe

Jetzt wüten Waldbrände in Australien

Hunderte Feuerwehrleute haben am Montag im Westen von Australien zwei Waldbrände bekämpft. Ein Feuer nahe Perth zerstörte mindestens 41 Häuser. Bei den Löscharbeiten wurde ein Mensch verletzt. Die Brände verwüsteten seit Sonnabend 1600 Hektar Wald.

Ein Brand im Bezirk Swan Valley wurde unter Kontrolle gebracht, der andere in der Nähe der Gemeinden Roleystone und Kelmscott flammte immer wieder auf. In den Gemeinden wurden 41 Häuser zerstört und 19 beschädigt. Die Einsatzkräfte erklärten, diese Zahlen könnten noch steigen. Mehrere Menschen ließen sich wegen Rauchvergiftung behandeln. "Das Gute ist, dass es keine schweren Verletzungen oder Todesfälle gegeben hat", sagte der Leiter der Katastrophenschutzbehörde, Craig Hynes.

Die Bewohner, die bereits am Sonntag aus den gefährdeten Häusern in Sicherheit gebracht worden waren, durften auch am Montag noch nicht zurückkehren. Es bestehe weiterhin Gefahr, sagte Hynes. Stattdessen versammelten sich die Hausbesitzer in einem nahe gelegenen Ort, um sich über den Zustand ihrer Häuser zu informieren. Die Behörden listeten Adressen auf und verlasen Schadensberichte. Manchmal mussten sie auch "100 Prozent" Zerstörung vermelden.

In Swan Valley wurden keine Häuser zerstört. Der Brand dort begann am Sonnabendabend und vernichtete etwa 1200 Hektar Wald. Auslöser des Feuers war nach Angaben der Feuerwehr ein Ast, der bei starkem Wind abbrach und auf eine Stromleitung fiel. Der Brand in Roleystone ging auf einen Mann zurück, der mit einem elektrischen Gartengerät gearbeitet und dabei versehentlich das trockene Gras entzündet hatte.

Der Osten Australiens wurde seit November von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht, zuletzt richtete dort der Zyklon "Yasi" schwere Schäden an.

( dapd )