Schlechtwetter

Dauerregen hält Feuerwehr im Norden in Atem

Ein Sturmtief mit anhaltendem Regen und starkem Wind hat die Feuerwehren in Norddeutschland am Wochenende in Atem gehalten.

Von Sonnabendmorgen bis Sonntagnachmittag rückten die Hamburger Einsatzkräfte nach eigenen Angaben knapp 100 Mal aus. Die Einsatzkräfte kümmerten sich insbesondere um vollgelaufene Keller, überflutete Gräben und Straßen. Vereinzelt mussten Nebenstraßen gesperrt werden. Auch der Hamburger Fischmarkt stand teilweise unter Wasser.

In Schleswig-Holstein traten am Wochenende nach Angaben der Rettungsleitstellen vielerorts Bäche und Flüsse über die Ufer. In Kollow bei Schwarzenbek (Landkreis Herzogtum Lauenburg) waren etwa 100 Feuerwehrleute und Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) im Einsatz, weil sie das Wasser von mehreren anliegenden Häusern fernhalten wollten. In Kellinghusen im Landkreis Steinburg stieg der Wasserspiegel der Stör weiter an, sodass Straßen in der Innenstadt überflutet wurden. In Glückstadt war die Lage ebenso kritisch.

Der Deutsche Wetterdienst gab für Hamburg und Teile Schleswig-Holsteins eine Unwetterwarnung heraus. Laut Vorhersage könnten zu den bereits gefallenen 40 bis 60 Litern Regen pro Quadratmeter noch einmal bis zu 20 Liter hinzukommen. Der Wind sollte mit bis zu acht Windstärken über den Norden hinwegfegen. An der Nordseeküste waren Böen bis Stärke neun möglich.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern hielt der Sturm die Menschen in Atem. Wer es vermeiden konnte, blieb zu Hause. Auch hier hatten starke Winde und Regen tagelang gewütet.

( dapd )