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Piraten: Drei Tote auf entführtem Beluga-Schiff

Piraten

Drei Tote auf entführtem Beluga-Schiff

An Bord des von Piraten gekaperten deutschen Frachters "Beluga Nomination" sind bei dem missglückten Befreiungsversuch in der vergangenen Woche sogar drei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Zwei Seeleute wurden von den Piraten exekutiert, berichtete der Bremer "Weser-Kurier". Die Reederei bestätigte am Freitagabend, ferner sei der Leitende Ingenieur ertrunken, nachdem er auf der Flucht vor den Piraten über Bord gesprungen war. Zunächst hatte die Reederei gehofft, dass es nur einen Toten gegeben hatte. Angaben zu Alter oder Nationalität der drei Toten wollte die Beluga Shipping nicht machen. Den sieben an Bord verblieben Besatzungsmitgliedern gehe es den Umständen entsprechend. "Wir sind erschüttert, betroffen und entsetzt über die Vorfälle. Wir trauern gemeinsam mit den Angehörigen", teilte die Reederei mit.

Prozessbeginn

Fall Daniel: Angeklagter weist Schuld von sich

Zum Prozessauftakt um den qualvollen Tod des zweijährigen Daniel aus Erkrath hat der frühere Lebensgefährte der Mutter jede Schuld von sich gewiesen. "Ich habe Daniel nicht verletzt, nicht geschlagen. Der liebe Gott weiß das", sagte der 23-Jährige am Freitag vor dem Wuppertaler Landgericht. Der Mann soll das Kleinkind im Mai vergangenen Jahres vorsätzlich und großflächig mit kochendem Wasser verbrüht haben. Außerdem soll er dem Jungen massive innere Verletzungen zugefügt haben. Nach Tagen des Martyriums starb Daniel an den Folgen. Die 31 Jahre alte Mutter muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen verantworten, weil sie das brutale Treiben stillschweigend toleriert haben soll. Den beiden drohen drei bis 15 Jahre Haft. Der Anwalt des 23-Jährigen warnte davor, allein seinen Mandanten zum Sündenbock zu machen.

Flugzeugunglück

Neue Suche nach abgestürzter Air-France-Maschine

Fast zwei Jahre nach dem rätselhaften Absturz einer Air-France-Maschine über dem Atlantik unternimmt die französische Regierung einen vierten Anlauf, um den verschollenen Flugschreiber aufzuspüren. Die neue Suchphase solle am 18. März beginnen, teilte Verkehrsstaatssekretär Thierry Mariani am Freitag mit. Dabei solle ein Gebiet von 10 000 Quadratkilometern systematisch abgesucht werden. Die Vereinigung der Opferfamilien begrüßte die Initiative: "Ich denke, dass wir endlich an der richtigen Stelle suchen", sagte ein Mitglied. Der Airbus der Air France war am 1. Juni 2009 auf dem Weg von Brasilien nach Frankreich ins Meer gestürzt.