Fernsehen

Sängerin Lena soll von ARD für ihren Auftritt kritisiert worden sein

Beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest stellt sich Vorjahressiegerin Lena Meyer-Landrut ab diesem Montag mit zwölf Songs dem Votum des Fernsehpublikums.

Zwei davon stammen aus der Feder von Lena und ProSieben-Entertainer Stefan Raab. Dass die Sängerin wieder für Deutschland an den Start geht, steht schon länger fest. Die Zuschauer können in diesem Jahr nur in den drei Sendungen von "Unser Song für Deutschland" über das Lied entscheiden, das die 19-Jährige beim Grand-Prix-Finale singen soll.

Die Begeisterung in der ARD für die Song-Contest-Gewinnerin hat indes einem Bericht zufolge nachgelassen. Der Programmbeirat für das Erste habe die 19-Jährige schon im Oktober nach ihrem Auftritt in der ARD-Sendung "Der Deutsche Fernsehpreis" kritisiert, berichtete der "Spiegel" vorab. Es sei "deutlich geworden, dass die Sängerin mittlerweile ihre Unbefangenheit verloren" habe, heißt es demnach in einem Sitzungsprotokoll. Lena spiele "nun nur noch eine Rolle". ARD-Programmdirektor Volker Herres schloss sich der Kritik nicht an. "Ich bleibe Lenastheniker", sagte er dem Magazin.

Die bei einem Talentwettbewerb des Moderators Stefan Raab gecastete Hannoveranerin hatte im vergangenen Jahr in Oslo mit ihrem Lied "Satellite" für Deutschland den Eurovision Song Contest gewonnen. Wie schon 2010 kooperieren ARD und ProSieben bei der Organisation des Song Contests, dessen Finale am 14. Mai in Düsseldorf stattfindet. Die Ausrichtung des laut "Spiegel" teuersten TV-Ereignisses des Jahres soll etwa 25 Millionen Euro kosten; die ARD wird voraussichtlich zwölf Millionen zahlen.