Fernsehen

Neun Millionen Zuschauer sahen Dschungel-Finale

Am Ende lief dann plötzlich alles ganz harmonisch. Die frühere Gefängnislesbe Walter aus der RTL-Serie "Hinter Gittern", Katy Karrenbauer, bejubelte den Sieg ihres Dschungelkontrahenten Peer Kusmagk. Der ehemalige "GZSZ"-Darsteller war soeben von den Zuschauern der RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" zum Dschungelkönig gewählt worden.

Die Freude der Zweitplatzierten - kurz davor hatte Ex-Schwimmer Thomas Rupprath das Camp auf dem dritten Platz verlassen - verwunderte, wurde der 35-jährige Kusmagk nach etlichen Querelen von seinen Mitstreitern doch eher geduldet als geliebt.

Vor seinem Sieg hatte der Auszug der früheren Castingband-Mitglieder Indira Weis und Jay Khan überrascht und dem Finale die zuvor von RTL durch Schnitte, Musik und Kommentare sorgsam aufgebaute Dramaturgie genommen. Angesichts eher unbekannter Teilnehmer wie Kusmagk, Froonck Matthée und Gitta Saxx bildeten auch in der fünften Staffel das Moderatorenduo Sonja Zietlow/Dirk Bach den eigentlichen Mittelpunkt der Sendung. Mit bitterbösen Kommentaren über die Bedeutungs- und Erfolglosigkeit der Camper schürten sie den Fremdschäm-Impuls bei den Zuschauern.

Trotz des vermeintlich schwachen Teilnehmerfeldes entwickelte sich die fünfte Staffel überraschend zur bislang erfolgreichsten: 8,93 Millionen Zuschauer (34,3 Prozent Marktanteil) verfolgten am Sonnabend das Finale. Nach einer Untersuchung von Media Control hat jeder Dritte von ihnen Abitur und jeder Fünfte sogar einen Uni-Abschluss.

Dschungelkönig Kusmagk zeigte sich am Tag nach seinem Triumph von dem enormen Zuspruch der Zuschauer "überrascht" und "überwältigt". Nach seinem Erfolg zog der Sieger eine erste Bilanz: "Das Dschungelcamp hat mich reifen lassen. Ich bin sehr glücklich über diese Erfahrung."