Mode

In Rom setzt sich die "Altaroma" vor starken Kulissen in Szene

Eine Woche nachdem in Berlin die Fashion Week zu Ende gegangen ist, hält die Mode in einem anderen Teil Europas wieder die Welt in Atem: Mit mediterranem Glamour haben am Samstag in Rom die Alta-Moda-Tage begonnen.

Den Auftakt der "Altaroma", wie die römischen Schauen offiziell genannt werden, machte das Atelier Fausto Sarli. Das Defilee fand zum ersten Mal ohne den neapolitanischen Altmeister statt, der im Dezember des vergangenen Jahres im Alter von 83 Jahren gestorben war.

Mit 30 Modellen für Tag und Abend, inspiriert von den Farben und der Architektur des Mittelmeers, begeisterte das Modehaus Sarli sein Publikum im historischen Gebäudekomplex Santo Spirito in Sassia direkt neben dem Petersdom. Offensichtlich gibt es einen Trend zu Traditionellen Werten wie Ehe und Familie: Denn als Höhepunkt der farbenfrohen Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 galt unumstritten eine Brautkleidversion, auf dem Catwalk. Dieser Traum wurde zum Leben erweckt von dem brünetten Mannequin Mariacarla Boscono. "Ein Traum im Gleichgewicht zwischen Innovation und Sensualität", kommentierten Beobachter begeistert.

Schauplätze der römischen Modewoche sind fast ausschließlich historische Stätten, die am Tiber reichlich zu finden sind. Zu den malerischen Veranstaltungsorten zählen dabei neben dem Santo Spirito in Sassia auch der Hadrianstempel und erstmals die historische Biblioteca Casanatense hinter dem Pantheon. Ganz zur Freude des Publikums - bis Anfang 2009 hatte das von Stararchitekt Renzo Piano entworfene, anonymere Auditorium dem Großteil der Schauen als Modetempel gedient.

Neben dem Libanesen Abed Mahfouz, dessen Kreationen am Samstagnachmittag auf dem Laufsteg gezeigt wurden, standen als weitere Höhepunkte unter anderem Defilees von Gattinoni, Marella Ferrera, Tony Ward und vielen jungen, aufstrebenden Designern auf dem Programm. Das römische Modespektakel endet am Dienstag.