Kriminalität

Geldwäscher mit 600 000 Euro im Zug festgenommen

In einem Reisezug von München nach Salzburg haben Polizisten einen mutmaßlichen Geldwäscher mit mehr als 600 000 Euro Bargeld geschnappt.

Als Fahnder bei dem 52-Jährigen die Geldscheine mit einem Gesamtgewicht von 16 Kilogramm entdeckten, versuchte der Chinese die Beamten kurzerhand zu bestechen. Daher gehen die Ermittler davon aus, dass das Geld aus Straftaten stammt. "Wenn der Mann eine Bestechung versucht, dann ist auch irgendwas dahinter", sagte der Sprecher der Rosenheimer Bundespolizeiinspektion, Rainer Scharf. Das Geld wurde beschlagnahmt, der 52-Jährige kam in Untersuchungshaft.

Der Mann war am vergangenen Freitag in dem Zug bei Traunstein kontrolliert worden. Den Fahndern fiel der Reisende auf, weil er ihnen reichlich nervös erschien. Die Frage der Polizisten, ob er mehr als die erlaubten 10 000 Euro Bargeld dabei habe, verneinte der Verdächtige. Bei der Durchsuchung des Reisegepäcks entdeckten die Bundespolizisten schließlich etliche Päckchen mit den Scheinen. Die Polizei sucht auf den internationalen Reiserouten gezielt nach solchen Geldkurieren.