Schifffahrt

Die Bergung des Säuretankers im Rhein verzögert sich

Die Bergung des auf dem Rhein gekenterten Säuretankers "Waldhof" hat sich am Samstag verzögert. Wie die zuständigen Behörden am Nachmittag mitteilten, soll mit der Wiederaufrichtung des Schiffes nun doch erst am Sonntag begonnen werden.

Allerdings leisteten die Einsatzkräfte am Samstag wesentliche Vorarbeiten. So gelang es, das Kranschiff "Atlas" in die vorgesehene Arbeitsposition an der Kielseite des gesunkenen Tankers zu bringen und zunächst im Flussboden zu verankern.

Dieser Vorgang und das Anbringen zusätzlicher Sicherungen an dem Schiff würden den Rest des Tages über fortgesetzt, hieß es. Für Sonntag sei vorgesehen, auch den Hebekran "Grizzly" an die Deckseite des Havaristen zu bringen und zu verankern. Auch die Auflösung des Schiffsstaus in der Nähe der Unfallstelle musste so lange unterbrochen werden.

Zuvor war es der Wasserschutzpolizei aber bereits gelungen, fast 90 Schiffe an dem gesunkenen Tanker rheinaufwärts vorbeizulotsen, sodass sich die Zahl der liegen gebliebenen Frachtschiffe mittlerweile um rund zwei Drittel verringert hat. Gelobt wurde ausdrücklich die Disziplin der Schiffer. Flussabwärts wird der Rhein allerdings noch mindestens zwei Wochen komplett gesperrt bleiben.

Seit dem Unfall am 13. Januar hatte sich eine große Zahl von Schiffen nahe der Loreley gestaut. Dadurch wurde auch die Versorgung einiger Industriebetriebe beeinträchtigt, die vergeblich auf die Fracht der Rheinschiffe warteten. Wegen der Bergungsarbeiten wurde die Bundesstraße 42 auch am Samstag zwischen Kaub und St. Goarshausen bis 18.00 Uhr gesperrt.

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