Comeback

Kachelmann sagt im Radio das Wetter an

"Richtig kalt" wird es in der Region an diesem Wochenende. Um es mit den Worten von Jörg Kachelmann zu sagen: "füdlikalt". Das erfuhren die Hörer von Radio Basel gestern um 12:40 Uhr von dem Wettermoderator.

Wer den Termin verpasst, der kann das Ganze unter radiobasel.ch nachhören - allerdings muss man Schwizerdütsch können, wenn man nicht nur der Stimme lauschen will.

Jörg Kachelmann hat zum ersten Mal seit Beginn des Vergewaltigungs-Prozesses gegen ihn das Wetter moderiert - in seiner gewohnt lässigen Art. Christian Heeb, Chefredakteur von Radio Basel, bestätigte auf Nachfrage der Morgenpost, dass der auch in der Schweiz populäre Wettermann nun regelmäßig für sie auf Sendung gehe. Am Freitag käme Kachelmann voraussichtlich kein Gerichtstermin dazwischen. Der Vertrag mit dem Wettermoderator habe seit langem bestanden, so Heeb. Kurz vor Weihnachten habe Kachelmann ihm dann signalisiert, dass er wieder einsetzbar sei.

Ob Kachelmann auch wieder auf den Bildschirm zurückkehren wird, ist fraglich. Gegenüber der "Bild"-Zeitung hatte er im November verkündet, dass das Kapitel Fernsehen für ihn beendet sei.

Der juristische Streit um die Berichterstattung von "Bild.de" über die Vorwürfe gegen Jörg Kachelmann ist unterdessen beendet. Bereits am Dienstag äußerte das Oberlandesgericht Köln in einer Berufungsverhandlung Zweifel daran, ob die Verdachtsberichterstattung von "Bild.de" Kachelmann in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt hat, wie der Axel Springer Verlag (zu dem auch die Morgenpost gehört) am Donnerstag mitteilte. Jörg Kachelmanns Anwälte seien auf die Empfehlung eingegangen, zwei Verfahren zu beenden. Sie hätten das Verfügungsverfahren nebst Klage für erledigt erklärt und verzichteten zugleich auf ihre ebenfalls eingeklagten Abmahnkosten.