Prozess

Michael Jacksons Arzt wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Der Arzt des verstorbenen Popsängers Michael Jackson, Conrad Murray, muss sich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten. Das ordnete ein Richter am Dienstag nach einem sechstägigen Anhörungsverfahren in Los Angeles an.

Die Staatsanwaltschaft wirft Murray vor, Jackson am 25. Juni 2009 eine tödliche Dosis Propofol und andere Beruhigungsmittel verabreicht zu haben und ihn anschließend nicht ausreichend medizinisch versorgt zu haben. Wann der Prozess gegen den 57-jährigen Mediziner beginnen soll, war unklar. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu vier Jahre Haft. Richter Michael Pastor gab auch einem Antrag der kalifornischen Ärztekammer statt und entzog Murray die Lizenz. Dem Arzt ist demnach die Ausübung seines Berufs im Staat Kalifornien untersagt. Er habe die Entscheidung, Murray seine Lizenz zu entziehen, im Interesse der öffentlichen Sicherheit gefällt, erklärte Pastor. Murrays Anwälte seien nun dazu verpflichtet, jeden Bezirk, in dem der Arzt praktiziere, innerhalb von 24 Stunden über die richterliche Entscheidung in Kenntnis zu setzen.

Murray hat die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen. Seiner Ansicht nach könnte die Gesundheit des "King of Pop" zu dessen Tod beigetragen haben. Die Anklageverlesung wurde laut dem Internetdienst "E! Online" für den 25. Januar, 8.30 Uhr Ortszeit, terminiert.