Prozess

Anklage nach Überfall auf syrisch-orthodoxen Bischof

Neun Monate nach dem Raubüberfall auf den Bischof des syrisch-orthodoxen Klosters in Warburg (Kreis Höxter) müssen sich drei Tatverdächtige demnächst vor Gericht verantworten.

Wie die Staatsanwaltschaft Paderborn am Sonntag mitteilte, wurde Anklage gegen einen 36-jährigen sowie zwei 33-jährige Männer erhoben. Vorgeworfen wird ihnen gemeinschaftlicher versuchter Mord, schwerer Raub und gefährliche Körperverletzung.

Am 15. April des vergangenen Jahres war der Bischof der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien in Deutschland in seinem Amtssitz im Kloster Warburg von drei Personen überfallen und ausgeraubt worden. Der Bischof wurde geschlagen und getreten, anschließend gefesselt, und es wurden ihm mit einem Klebeband Mund und Nase zugeklebt und der Bart abgeschnitten. Wegen der Art der Fesselung und Knebelung bestand für ihn zwischenzeitlich Lebensgefahr.

Die Täter brachten Spendengelder in Höhe von etwa 39 000 Euro sowie Wertgegenstände an sich und konnten zunächst unerkannt entkommen. Die drei Verdächtigen konnten im September und Dezember 2010 festgenommen werden. Zu den Hintergründen der Tat, hinter der möglicherweise Auftraggeber steckten, wird noch weiter ermittelt. Alle drei Angeschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft.