Ausnahmezustand

Patrouille gegen Plünderer

Erst kamen die Fluten, dann die Schlangen - und jetzt auch noch die Kriminellen: In der überschwemmten Küstenstadt Rockhampton herrscht der Ausnahmezustand.

Polizisten fahren in Motorbooten Streife gegen Plünderer, während die Einwohner in ihren Häusern ausharren, um ihren Besitz zu schützen. Nur rund 500 der 75 000 Einwohner seien zu Freunden gezogen, sagte Bürgermeister Brad Carter. Es sei zu befürchten, dass große Teile der Stadt noch weitere zwei Wochen unter Wasser stehen werden. Das Hochwasser im Fluss Fitzroy stieg derweil weiter an: Erst heute soll der Höchststand erreicht werden. Die Behörden forderten dazu auf, sich vom Wasser fernzuhalten. Die Menschen könnten sonst vom Wasser fortgerissen werden oder durch Trümmer, Schlangen und Krokodile verletzt werden. Durch die Wassermassen sind seit Ende November zehn Menschen gestorben; insgesamt sind rund 200 000 Menschen von den Fluten betroffen.