Medizin

Norovirus verdirbt Fluss-Touristen Silvester

Ein Norovirus-Alarm hat rund 150 britischen Passagieren einer Fluss-Kreuzfahrt in Koblenz den Jahreswechsel vermasselt. Etwa 50 Gäste hätten an Brechdurchfall gelitten, sagte der Leiter des Koblenzer Ordnungsamtes, Reiner Klug.

Die eintägige Quarantäne für das Schiff wurde am Sonnabend aufgehoben. Der Kreuzer konnte nach Bonn weiterfahren. Nach Angaben der Bonner Stadtsprecherin Monika Hörig sei geplant, dass die Passagiere nach dem Anlegen an Bord bleiben und am Sonntag mit dem Bus nach Hause fahren. "Dies entspricht dem Reiseplan", sagte sie. Eine erneute Quarantäne sei nicht vorgesehen.

An Silvester hatten Dutzende Teilnehmer der Kreuzfahrt über Brechdurchfall geklagt. Die zuerst Betroffenen seien bereits auf dem Weg der Besserung. Die Infektion sei nach bisherigen Erkenntnissen von einem Passagier auf das Schiff eingeschleppt worden, sagte Reiner Klug. Der Amtsarzt und der leitende Notarzt seien am Neujahrstag noch einmal an Bord gewesen, bevor das Hotelschiff in Koblenz ablegen durfte. Der Amtsarzt gehe von einer offenbar mild verlaufenden Norovirus-Infektion aus. Wegen der Quarantäne hatten alle Fahrgäste die Silvesternacht auf dem Schiff verbringen müssen, das am Peter-Altmeier-Ufer in der Nähe vom Deutschen Eck lag, wo die Mosel in den Rhein mündet. Sie hätten aber die Fahrt auf dem Hotelschiff sowieso für die Feier zum Jahreswechsel gebucht, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Die Party hätte sich die Reisegruppe jedoch sicher anders vorgestellt.