Forscher vermuten Atlantis vor der andalusischen Küste

Cadiz - Vor der Küste des andalusischen Cadiz haben deutsche Forscher regelmäßige topografische Strukturen auf dem Meeresgrund ausgemacht, die auf Atlantis hindeuten könnten.

Rainer Kühn von der Universität Wuppertal veröffentlicht jetzt in einem Beitrag für das britische Magazin "Antiquity", was seine Auswertungen von Satellitenfotos über den neuen Atlantis-Hotspot aussagen: Zwei Rechtecke, darum herum sechs konzentrische Kreise. In der Tat gehören vor allem die Kreise zu den deutlichsten Elementen der Beschreibung Platons aus dem Jahre 348 vor Christus. Dabei soll es sich um ringförmige Kanäle gehandelt haben. In den Rechtecken sieht Kühn die Fundamente der beiden Tempel aus der Atlantik-Sage: der goldene und der silberne, beide dem Gott Poseidon gewidmet - in dessen Reich die Stadt schließlich versank. Um weitere Beweise zu suchen, müssten nun Grabungen in der nahen Küstenebene durchgeführt werden. Doch da stehen die Chancen schlecht: Es handelt sich um einen Naturpark. ulk