Gericht: Julia hat nicht mit Drogen gehandelt

dpa Singapur - Die Anklagepunkte im Drogenverfahren gegen die in Singapur inhaftierte Deutsche Julia Bohl werden immer weniger: Gestern ließ ein Bezirksgericht des Stadtstaats alle Vorwürfe des Marihuana-Handels fallen. Von den ursprünglich 14 lägen noch neun Anklagepunkte gegen die 23-Jährige vor, sagte ihr Verteidiger Shubas Anandan. «Ich bin wie Julia ziemlich zufrieden.» Er will versuchen, noch weitere der Anklagepunkte abzuwenden. Der am 13. März festgenommenen Deutschen und ihren vier Mitangeklagten wurden neben dem Handel auch der Besitz und Konsum von Drogen vorgeworfen.

Die junge Frau, die gestern in Handschellen vorgeführt wurde, lächelte, während sie mit ihrem Verteidiger sprach. Es ist das zweite Mal, dass das Gericht die Schwere der Anklage verringerte. Der Deutschen hatte zunächst die Todesstrafe gedroht. Jetzt könnten es vier bis fünf Jahre Haft werden, sagte ihr Verteidiger. Ein neuer Gerichtstermin in dem Vorverfahren wurde für den 31. Mai angesetzt.