Deutscher Filmpreis

1200 Flaschen Champagner und ein Lola-Laune-Bär

Jan Josef Liefers moderiert den 65. Deutschen Filmpreis im Palais am Funkturm

Mit mehr als 1800 Gästen gehört die Verleihung des Deutschen Filmpreises zu den größten Berliner Gala-Veranstaltungen. Am Freitagabend fand die 65. Ausgabe im Palais am Funkturm in Charlottenburg statt. Moderiert wurde sievon Schauspieler Jan Josef Liefers, der gleich zu Beginn in einem Wurstkostüm auftrat – und das Publikum mit einem Medley zu den nominierten Filmen begeisterte. In 16 Kategorien wurde die Lola vergeben. Frederick Lau bekam sie für die „Beste männliche Hauptrolle“ in „Victoria“ und bedankte sich rührend bei seiner Familie. Ganz nebenbei verriet er auf dem roten Teppich, bereits seit einem halben Jahr mit Freundin Annika Kipp verheiratet zu sein. Die Auszeichnung als „Beste weibliche Hauptrolle“ bekam Laia Costa, ebenfalls für ihren Auftritt in „Victoria“. Für seinen Film über Berlin wurde auch Regisseur Sebastian Schipperin „Beste Regie“ geehrt.

Als „Beste weibliche Nebenrolle“ wurde Nina Kunzendorf für „Phoenix“ ausgezeichnet, als „Beste männliche Nebenrolle“ Joel Basmann für „Elser“. Große Freude unter den Zuschauern herrschte, als der „Beste Kinderfilm“, „Rico, Oskar und die Tieferschatten“, ausgezeichnet wurde.

Schauspieler und Produzent Til Schweiger bekam die „Publikums-Lola“ für den besucherstärksten Film des Jahres, „Honig im Kopf“, Kostümbildnerin Barbara Baum den „Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film“. Schweiger, der jahrelang bei der „Lola“ übergangen worden war, konnte sich einen Seitenhieb auf der Bühne nicht verkneifen. „Hätten sie den Publikumspreis nicht so spät eingeführt, hätten wir jetzt schon fünf Lolas“, so Schweiger. Die Kategorie „Bester Film“ gewann schließlich ebenfalls „Victoria“. Der Berlin-Film war damit der Gewinner des Abends. Bester Dokumentarfilm wurde „Citizenfour“, der die Geschichte Edward Snowdens erzählt.

Unter den Gästen waren die Schauspielerinnen Karoline Herfurth, Jasmin Tabatabai, Katja Riemann, Sibel Kekilli, Katharina Schüttler, Fritzi Haberlandt und Heike Makatsch. Kostja Ullmann und Freundin Janine Reinhardt turtelten sich im Anschluss an die Verleihung durch die Aftershowparty, Model Franziska Knuppe stürzte sich auf Törtchen. „Ich freue mich über Til Schweiger als Preisträger“, sagte Kostja Ullmann. „Endlich. Bei den Millionen Leuten, die er schon ins Kino gebracht hat.“ Neben der Tatsache, dass mit „Victoria“ ein Favorit vieler Gäste gewann, war Stefan Raabs angekündigter Rückzug Gesprächsthema Nummer Eins. „Er hat einfach irre viel gearbeitet“, sagte Jessica Schwarz. Nova Meierhenrich fand: „Für ihn sind jetzt vielleicht andere Dinge wichtig.“ Emilia Schüle fand an der Gala vor allem ihre eigene Verwandlung spannend. „Diese Transformation, dass ich so hübsch gemacht und in ein schönes Kleid gesteckt werde, das finde ich aufregend“, sagte sie. „Hier steht das Netzwerken für mich nicht so im Vordergrund, wie vielleicht für andere. Für mich ist die Party in erster Linie Spaß.“