Champions-League

Pokaltour durch Berlin

Prominente transportieren den Champions-League-Pokal per Schiff, Trabi und S-Bahn durch die Hauptstadt

„Achtung, Achtung! Alle über 1,90 Meter bei der Brücke bitte aufpassen!“, lautet die Ansage des Kapitäns. Also werden kurz vor der Jannowitzbrücke Mikrofon-Angeln, Stative und Köpfe eingezogen. Das Ausflugsschiff der Reederei Riedel hat an diesem Mittwoch nicht wie üblich Touristen an Bord, sondern den Champions-League-Pokal. Und darüber hinaus: Prominente, Journalisten, Kamerateams und Fotografen.

Die Aktion der Uefa (Union of European Football Associations) sollte die Begrüßung der Trophäe sein, die am 6. Juni im Berliner Olympiastadion beim Champions-League-Finale vergeben wird. Am Montag hatte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sie im Roten Rathaus an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller übergeben. Begleitet wurde der Pokal am Mittwoch vom ehemaligen Fußball-Nationalspieler Arne Friedrich, der ihn mit dem Velotaxi vom Monbijouplatz zum Potsdamer Platz fuhr. Moderatorin Palina Rojinski transportierte ihn daraufhin im Trabi-Cabrio vom Potsdamer Platz bis zum Breitscheidplatz. Er wurde in die Mitte platziert, überragte Rojinski und die Windschutzscheibe aber deutlich. „Den Trabi zu fahren war eine Herausforderung“, sagte sie. „Ich musste immer extra viel Gas geben, weil er sonst ausging.“ Sie freue sich, dass das Champions-League-Finale in Berlin stattfinde, sagte sie. „Ich liebe Stadionatmosphäre. Nach der WM war ich zwar heiser, aber wenn so viele Leute zusammenkommen und sich über ein Ereignis freuen, dann gefällt mir das.“ Hip-Hop-Sänger Max Herre und seine Frau, Sängerin Joy Denalane, fuhren den Ehren-Cup mit der S-Bahn nach Friedrichshain, wo ihn Tennisspielerin Sabine Lisicki auf dem Schiff an der East Side Gallery in Empfang nahm. Sie hatte ihren Freund, Comedian Oliver Pocher, mitgebracht. Die Route führte anschließend weiter über die Spree von der East Side Gallery bis zum Märkischen Museum. Von dort trug ihn Moderator Matthias Killing zu Fuß zum Alexanderplatz. Arne Friedrich fühlte sich geehrt, die Trophäe transportiert zu haben. „Ich habe nie diesen höchsten europäischen Wettbewerb gespielt“, sagte er. Über die schöne Bootsfahrt freue er sich auch. „Super, dass wir so ein Glück mit dem Wetter hatten.“