Interview

Nachgefragt bei Tyron Ricketts

Alexandra Kilian ruft an. Heute: Schauspieler, Moderator und Musiker Tyron Ricketts („Winnetous Sohn“).

Wo sind Sie gerade?

Ich sitze gerade in der Rungestraße in einem italienischen Restaurant. Mit Christian Alvart, der die Til-Schweiger-„Tatorte“ macht. Wir besprechen ein Projekt.

Krawatte – oder Jeans?

In Jeans.

Ihr letzter Traum?

Ich habe Tagträume. Vor allem beim Radfahren, wenn man nass und kalt wird. Dann träume ich mich an einen Strand, wo ich surfen kann.

Wie oft wird das real?

Ich gehe surfen, so oft es geht. In L.A. war ich drei bis vier Mal in der Woche surfen. Und jetzt? Vor vier Wochen war ich mit meiner Freundin in Costa Rica, für zwei Wochen, das war gut.

Sie haben in Los Angeles und New York gelebt und wollen jetzt wieder nach Berlin?

Bevor ich in die USA ging, habe ich lange in Berlin gewohnt, fast zehn Jahre. Ich hatte durch Brothers Keepers Harry Belafonte kennengelernt und mich mit ihm gut verstanden. Seine ganze Familie hat mir geholfen, ein Arbeitsvisum für Amerika zu bekommen. Aber ganz ehrlich: Jetzt, nach drei Jahren, weiß ich um die Vorteile von Deutschland.

Drei Adjektive, die die Stadt beschreiben?

Nach Amerika würde ich sie als frei, stetig im Wandel und familiär beschreiben.

Savigny- oder Potsdamer Platz?

Weder noch. Ich fühle mich in Kreuzberg wohl.

Dahin ziehen Sie auch?

Ja, ich mag den Heinrichplatz unheimlich gern. Eigentlich wollten meine Freundin und ich noch ein Jahr warten, bis sie ihren medizinischen Facharzt in New York fertig hat – aber es sind einige Sachen in der Pipeline, die mich wahrscheinlich schon früher hierherkommen lassen.

Wo ist Berlin cooler als L.A. oder New York?

Ich denke, es bietet genauso viele Möglichkeiten. Und wenn man kreativ ist und einen Drive hat, kann man vieles auf die Beine stellen. Es ist viel, viel freier.

Was machen Sie jetzt?

Ich fliege zurück nach Wien, zum Drehen.