Musik

40 Jahre Karat: „Das ist mehr als Ostalgie“

„40 Jahre Karat, das ist schon mehr als Ostalgie“, findet Claudius Dreilich, „Karat, das ist unsere Lebenseinstellung.“

Dabei ist der 44-Jährige erst seit zehn Jahren Mitglied der 1975 in Berlin gegründeten Band. Als sein Vater Herbert Dreilich 2004 an Krebs starb, trat der Sohn, der bisher für Ikea in Russland und Österreich gearbeitet hatte, das schwere Erbe als Frontmann der Band an, die zu den erfolgreichsten der DDR gehörte und bis heute mit deutscher Rockmusik erfolgreich ist. Mittlerweile könne er sich nichts anderes mehr vorstellen, sagt Dreilich: „Die anderen Mitglieder haben es mir leicht gemacht. Sie sind für mich alle ein bisschen wie meine Väter.“ In diesem Jahr feiert er an der Seite von Michael Schwandt, Bernd Römer, Christian Liebig und Martin Becker das 40-jährige Bestehen der Band mit einem neuen Album und einer Tour. Die 20. Studioplatte „Seelenschiffe“ ist in der vergangenen Woche erschienen, am 20. Juni spielen die fünf Musiker zum runden Geburtstag ein Jubiläumskonzert in der Waldbühne mit Gästen wie Ute Freudenberg, Peter Maffay und Gregor Meyle. „Wir haben eine ganze Menge Zeug produziert. Es ist nicht immer alles schön gewesen“, gibt Bassist Christian Liebig im Rückblick zu. Viele schöne Erinnerungen würden jedoch für immer bleiben. „In der ‚ZDF-Hitparade‘ trug ich einmal eine rote Hose zu einer pinkfarbenen Jacke“, so Schlagzeuger Michael Schwandt. „Ein Jahr später hat das Keith Richards geklaut.“