Premiere

„Das Musical ist ein sehr wichtiger Teil seines Erbes“

Bis zuletzt hatte er mitgewirkt. Udo Jürgens, an seinem Musical.

„Er sagte: ‚Carline, ich bin 80 und ich habe mehr Erfolg als zuvor! Dass ich das noch miterleben darf, in meinem Alter‘“, erzählt Carline Brouwer. Nur wenige Wochen vor seinem Tod am 21. Dezember 2014 hatte die Regisseurin aus Berlin noch mit Jürgens telefoniert. Sie stand in regelmäßigem Kontakt mit dem Sänger und Liedermacher des Stückes, welches sie inszeniert.

Am Mittwochabend feierte Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“ im Theater des Westens an der Kantstraße Premiere. Es ist die erste, bei der der Sänger nicht persönlich anwesend war. Seit 2007, als das Stück in Hamburg Premiere feierte, haben mehr als vier Millionen Menschen das Musical an verschiedenen Spielstätten gesehen.

„Udo war sehr stolz, dass mit seinen Liedern ein so schönes Musical möglich war“, sagt Pepe Lienhard, langjähriger Bandleader von Jürgens. „Es ist ein sehr wichtiger Teil seines Erbes.“ Zur Premiere kamen als prominente Gäste unter anderen die Zwillinge Alice und Ellen Kessler, Christoph Maria Herbst, Oliver Kalkofe und Gayle Tufts sowie stellvertretend für Udo Jürgens zwei seiner Kinder: Sonja und John Jürgens. „Seine Musik war schon zu Lebzeiten zeitlos“, sagte Christoph Maria Herbst. „Mit diesem Musical wurde ihm ein lebendiges Denkmal gesetzt – keines, das durch Taubendreck verunstaltet wird.“