Nachgefragt bei

Katharina Wackernagel

Jeden Mittwoch ruft Alexandra Kilian einen Menschen der Stadt an. Heute: Schauspielerin Katharina Wackernagel.

Wo sind Sie gerade?

Ich laufe gerade die Kastanienallee entlang. In der Sonne.

Schick – oder Shirt?

Schick: Schwarze Lederhose, schwarze Stiefel, schwarzer Mantel, Kaschmirstrickjacke und eine türkisfarbene Stola. Ich mag das gern so.

Ihr letzter Traum?

Ich habe so viel geträumt, das war ein einziges Chaos. Und ich kann mich an nichts erinnern. Aber ich bin aufgewacht und hatte ein wahnsinnig gutes Gefühl.

Freiburg, Ihre Heimat – oder Berlin?

Berlin. Es ist einfach super hier. Ich liebe Berlin.

Savignyplatz oder Potsdamer Platz?

Savignyplatz. Den Potsdamer mag ich überhaupt nicht. Erträglich ist er noch zur Berlinale, da liegt wirklich so ein Flirren in der Luft. Aber ansonsten finde ich ihn nur zugig, ungemütlich, es ist ein Haufen mit Häusern.

Drei Adjektive, die Berlin beschreiben?

Laut, leuchtend, vertraut.

Wo sind Sie am liebsten?

Ich wohne in Prenzlauer Berg, bin aber sehr, sehr gern in Kreuzberg. Ich mag das Maybachufer, die Kneipen dort, die Wiener Straße, den kleinen Park am Engeldamm, die Oranienstraße, einfach alles.

Was sind die drei schönsten Dinge am WG-Leben mit Ihrem Bruder?

Guter Kaffee, gute Gespräche, gute Drehbücher.

Und die drei schlimmsten?

Wenn es schlimme Dinge gäbe, hätten wir das nicht über zehn Jahre so gemacht.

Wann haben Sie zuletzt laut gelacht?

Gerade eben. Ich hatte mit meinem besten Freund Sebastian Schwarz ein Interview, und für das Foto wollte ich mich auf einen Stromkasten setzen. Er hat mich hochgehoben – und ich bin fast rückwärts hinten runtergefallen, vor lauter Schwung. Seine aufgerissenen Augen waren ein schönes Bild.

Was machen Sie jetzt?

Ich gehe vietnamesisch essen. Hier an der Ecke Oderberger, Papayasalat mit Tofu.