Ball der Wirtschaft

Am Ende sogar barfuß

Zum 65. Mal: Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller lädt über 3000 Gäste zum Tanz ins „Hotel Intercontinental“

Die Musik ist gut, die Leute sind entspannt „und richtig getanzt wird auch“. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität, ist einer der Ersten, der mit Frau und Smoking ins „Intercontinental“ zum „Ball der Wirtschaft“ – und direkt zum Champagner-Empfang in die 14. Etage rauscht. Die statt Sternerestaurant „Hugos“ an diesem Abend „Panorama Bar“ heißt. „Am Ende tanzen hier manche sogar barfuß“, sagt er und grinst. Freunde würden sogar stets ein Zimmer im Haus buchen, um möglichst lange durchzuhalten. „Das ist einer der besten Bälle in Berlin, zumindest einer der unterhaltsamsten, nicht so steif“, sagt Alt.

Am Sonnabendabend hatte der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) zum 65. Mal zum Tanz gebeten. Über 3000 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren der Einladung unter Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel gefolgt. Unter anderen die Senatoren Cornelia Yzer, Mario Czaja, F rank Henkel und Dilek Kolat sowie der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß und der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh. Auch BVG-Chefin Sigrid Nikutta, neues VBKI-Präsidiumsmitglied neben Klaus Wowereit, Daniel und Stefanie Wall sowie Nanna Kuckuck und Ulla Kock am Brink waren unter den Gästen.

Als Gesprächsthema wünschten sich die Veranstalter die Olympischen Spiele. „Die Berliner Wirtschaft wird die Bewerbung Berlins für Olympia unterstützen – ideell und materiell“, kündigte VBKI-Präsident Markus Voigt in seiner Eröffnungsrede an. Statt Olympia setzten sich jedoch die Themen Feste, Flughafen und Frisuren durch. „Ich trage die Haare länger, ich dachte mir, das ist jetzt schön so“, sagte Sigrid Nikutta, im Zacken-Wunderkleid. Zu kurz geraten fand Ulla Kock am Brink ihre Frisur. Gefeiert werde dennoch: „Richtig ab geht’s später in der ‚Marlene Bar‘“, so Kock am Brink. „Hier treffen sich die Macher der Stadt, wer hart arbeitet, darf auch Feste feiern“, freute sich Cornelia Yzer über den Abend. „Vorletztes Jahr war es schon eher steif“, urteilte Kulturstaatssekretär Tim Renner, der mit Marion Heine gekommen war. Letztes Jahr habe er „geschwänzt“. „Aber dieses Mal stand auf der Einladung ‚Panorama Bar‘, da habe ich ans Berghain gedacht und zugesagt.“ Und falls am Ende doch nicht richtig getanzt werde, könne man sich doch ein Zimmer nehmen. „Und da machen wir dann unsere eigene Party.“