Kino

Von Traumfrauen und One-Night-Stands

Regisseurin Anika Decker feiert die Premiere ihrer Filmkomödie im Berliner Sony Center

Gerade erst hat sich der Berlinale Palast wieder in ein Musical-Theater zurückverwandelt, wurden vor den Kinos der Stadt die roten Teppiche wieder eingerollt, sind die Hollywood-Stars abgereist und wurde die letzte Party der Filmfestspiele gefeiert, da stand am Potsdamer Platz die nächste große Premiere auf dem Programm. Zusammen mit ihren Schauspielerinnen Iris Berben, Karoline Herfurth, Hannah Herzsprung und Palina Rojinski hatte Regisseurin Anika Decker am Dienstagabend ins Sony Center geladen, um dort ihre romantische Komödie „Traumfrauen“ zu präsentieren.

„Traumfrauen sind für mich Frauen, die authentisch sind. Frauen mit Ecken und Kanten“, so Anika Decker. Mit ihren Hauptdarstellerinnen habe sie deshalb genau die richtige Wahl getroffen. So verriet Palina Rojinski, die in „Traumfrauen“ ihre erste Kinohauptrolle spielt, dass die schon mal zur Albtraumfrau werden könne, wenn sie Hunger habe. Und Iris Berben, dass sie am Ende des Tages auch nur ganz undivenhaft den Einkauf mache und sich zum Kochen in die Küche stelle.

In „Traumfrauen“ spielt Hannah Herzsprung Leni Reimann, die sich in One-Night-Stands stürzt, als sie erfährt, dass ihr zukünftiger Ehemann seit Monaten fremdgeht – und dabei fast ihren potenziellen Traummann verpasst. Gespielt wird der von Elyas M’Barek, der wegen Dreharbeiten zu „Fack Ju Göhte 2“ in Thailand auf den roten Teppich in Berlin fehlte. „Elyas ist sehr charmant, lustig und gut erzogen“, schwärmte Hannah Herzsprung von den Dreharbeiten. Das konnte auch Karoline Herfurth bestätigen, die im ersten Teil von „Fack Ju Göthe“ mit dem Frauenschwarm kuscheln durfte. „Eifersucht ist bei uns kein Problem, wir teilen uns den Elyas“, scherzte die Schauspielerin.

Ihre eigenen Traumfrauen gleich mitgebracht hatte Michi Beck, der neben prominenten Gästen wie Katharina Schüttler, Clueso, Max Herre und Joy Denalane, Franziska Weisz und Anna Maria Mühe über den roten Teppich lief. Genau so wie Michael „Bully“ Herbig und Frederick Lau, die im Film kleinere Rollen übernommen haben. „Meine Traumfrau ist natürlich meine Frau“, sagte Bully und ergänzte: „Weil ich mit ihr ,Star Wars’ und Fußball gucken kann.“

„Traumfrauen“ wurde im vergangenen Sommer in Berlin gedreht und ist auch eine Hommage an die Stadt: Immer wieder taucht der Fernsehturm im Hintergrund auf, Leni betreibt in Kreuzberg ein Café und die drei Freundinnen gehen zum Feiern in den – inzwischen geschlossenen – legendären Club „Cookies“ in Mitte.