Kino

Die Stiefmutter ist der Star

Cate Blanchett und Helena Bonham Carter bei der „Cinderella“-Premiere

Das Kleid, das Cinderella für den Ball mit dem Prinzen von der guten Fee auf den Leib gezaubert wird, sei für ihren Geschmack fast ein bisschen brav, hatte Designerin Sandy Powell bereits im Vorfeld verraten. Persönlich würde sich die Britin, die für die Neuverfilmung des Disney-Zeichentrickklassikers von 1950 alle Kostüme entworfen hat, deshalb für das Ballkleid von Cate Blanchett entscheiden, die in „Cinderella“ die Rolle der bösen Stiefmutter übernommen hat. Ähnlich wie ihr Kleid im Film war die australische Schauspielerin dann auch bei der Premiere des Kenneth-Branagh-Werks im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz der eigentliche Star des Freitagabends. Erst nach dem Regisseur und ihren Co-Stars Lily James, Richard Madden und Helena Bonham Carter, alias Cinderella, der Prinz und die gute Fee, betrat Blanchett den roten Teppich, gab Interviews und schrieb Autogramme. Sie spiele die böse Stiefmutter, nicht die Titelrolle des jungen Aschenputtels, weil sie sich dafür hätte liften lassen müssen, hatte Cate Blanchett am Nachmittag bei der Pressekonferenz gescherzt. Sie freue sich, für die Premiere wieder in der Stadt zu sein und ergreife jede Gelegenheit, hierher zu reisen. Im Kinosaal überließ Cate Blanchett ihrer jungen Kollegin Lily James dann wenigstens offiziell das Rampenlicht. Diese zeigte sich mit ihrer Rolle und dem dazugehörigen Ballkleid mehr als zufrieden. Nur ein wenig unbequem seien die Roben gewesen. „Wehe, man musste auf die Toilette“, verriet ihre Kollegin Helena Bonham Carter. Die Schmuckstücke von Designerin Sandy Powell sind an diesem Wochenende in einer Ausstellung im Kraftwerk Berlin an der Köpenicker Straße zu sehen, wo auch die Party nach der Premiere stattfand, zu der unter anderen auch Daniel Brühl, Oli ver Kalkofe und Audrey Tautou gekommen waren.