Unternehmen

Sushi, Poker und Spitzenaussicht

Das Beste an seinem neuen Büro sei die Aussicht, sagt Sebastian Muschter.

Seit Sommer arbeitet der Managing Partner von McKinsey Berlin im sechsten Stock des Bikini-Hauses mit Blick auf den Breitscheidplatz. Im Juli ist die Unternehmensberatung vom Kudamm in das denkmalgeschützte Gebäude umgezogen. „Wir saßen vorher in einem altmodischen Büro mit dunklen Fluren. Jetzt ist alles sehr viel heller und freundlicher mit offenen Bürozonen“, schwärmt Muschter. „Einige Mitarbeiter freuen sich, dass sie aus dem Fenster den Pavianen im Zoo zuschauen können. Ich habe statt einer Uhr im Büro das Ziffernblatt der Gedächtniskirche direkt vor dem Fenster.“ Am Mittwochabend durften sich rund 450 Freunde und Geschäftspartner selbst ein Bild machen, mit dabei auch der designierte Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Prominenter Gast war Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Nationalelf, der unter anderem verriet, dass er neben seiner Fußballkarriere bis zum Diplom-Kaufmann 26 Semester an der Fernuni Hagen studiert hat. Es ging auch um Wandel und Verwandlung, was wiederum gut zum Gebäude passte. „Das Bikini-Haus erlebt seit seiner Wiedereröffnung eine zweite Karriere. Das Gleiche trifft auch auf Oliver Bierhoff zu“, so Muschter. „Nach seinem Wechsel vom aktiven Fußballer zum Manager wurde er kritisch beäugt. Er hat sich jedoch durchgesetzt, weil er an langfristige Konzepte glaubt, auch wenn die zunächst nicht gut ankommen.“

Gewandelt hatten sich für den Abend auch die Büros der Berater. In einem gab es quietschbunte Süßigkeiten, in einem anderen Sushi. Auf dem Gang unterhielten sich Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) und SPD-Chef Jan Stöß. Ein McKinsey-Berater führte in die richtige Strategie beim Pokern ein, ein anderer zauberte. McKinsey hatte übrigens fünf Standorte zur Auswahl, unter anderem in Mitte. „Wir haben uns ganz bewusst gegen den Mitte-Trend und für das Bekenntnis zur City West entschieden“, so Muschter.