Verleihung

Seine Hoheit, der Bambi

Königlicher Besuch bei der Preisverleihung im Stage Theater am Potsdamer Platz. Die Ehrungen werden zum 66. Mal vergeben

„Geh mal weg da!“ „Eva hierher!“ „Uma stopp! Mehr links!“ „Mario! Mario!“ Der rote Teppich der 66. Bambi-Verleihung am Donnerstagabend im Stage Theater am Potsdamer Platz war kein Termin für scheue Rehe. Das Gästeaufgebot war eines, von dem Fotografen sonst nur träumen. Entsprechend hoch war der Geräuschpegel beim Buhlen um das beste Bild. Beliebtestes Fotomotiv des Abends war neben Rockstar Bono Kronprinzessin Mary von Dänemark in nachtblauer Robe, begleitet von Ehemann Frederik. Lange posierten sie nicht für die Paparazzi. Maria Furtwängler und Hubert Burda verschwanden mit ihnen und weiteren Gästen im Theater. Darunter die Schauspieler Elyas M'Barek, Florian David Fitz, Joachim Król, die Sportler Michael Stich, Regina Halmichund David Coulthard im Schottenrock sowie die Models Franziska Knuppeund Eva Padberg. Einzig Katarina Witt durfte Mary noch einen Kuss auf die Wange drücken. „Das Schönste am Bambi sind die Menschen“, stellte Barbara Becker fest und schaute bewundernd in Richtung Uma Thurman, die für die einzige Portion Hollywood auf dem Teppich sorgte. Barbara Schönebergerzeigte sich ebenso zurückhaltend wie Schauspielerin Josefine Preuß und Moderator Johannes B. Kerner (auf Krücken). „Ich bin nicht gern in der Masse, aber das gehört nun mal dazu“, so Schöneberger. Während Schauspielerin Annette Frier auf die Frage eines Reporters, in was sie den Geldwert der Bambi-Trophäe (3000 Euro) investieren würde, trocken antwortete: „In eine neue Mütze für Sie.“ Die Fotografen trennten auch unsanft Paare: „Janin alleine“ forderten sie von Janin Reinhardt und Kostja Ulmann. „Wowereit bitte mal ohne Freund“ wurde befohlen und so der Auftritt des Regierenden Bürgermeisters mit Partner Jörn Kubicki gestört. Ob es nötig war, Michael Schumacher zum jetzigen Zeitpunkt einen Bambi zu verleihen, wurde zur Frage des Abends. Einig war man sich dagegen bei Helene Fischer, die zu Gala-Beginn auftrat und dann zu ihrem Konzert in die O2 World raste, und bei unseren Weltmeistern. Rührend, wie Tränen in die Augen von Miroslav Klose und Philipp Lahm stiegen, als Kollege Bastian Schweinsteiger die Laudatio hielt. Den bewegendsten Moment gab es bei Helmut Dietl, der für sein Lebenswerk geehrt wurde. „Jesses, ist das schwer“, sagte der vom Krebs gezeichnete 70-Jährige, als er das Reh in den Händen hielt.