Einladung

Serienweise Prominente

Netflix-Gründer Reed Hastings feiert den deutschen Start seines Streaming-Dienstes mit einer Party in der Komischen Oper

In der Komischen Oper in Mitte lud am Dienstagabend alles zu einem gemütlichen Fernsehabend ein: Ohrensessel, gedimmtes Licht und Perserteppiche erzeugten im Obergeschoss des Hauses an der Behrenstraße die perfekte Wohnzimmeratmosphäre. Verantwortlich dafür war der amerikanische Video-on-Demand Anbieter Netflix, der für das Erfolgsformat „House of Cards“ verantwortlich ist und seit Dienstag auch in Deutschland verfügbar ist. Zu diesem Anlass hatte Reed Hastings, Mitbegründer und CEO von Netflix, nicht nur zu einer großen Party geladen, sondern die Event-Location auch gleich in Kulissen zweier eigenproduzierter Serien verwandelt: Bei „Hemlock Grove“ geht es um einen mysteriösen Mordfall in Pennsylvania, und in „Orange is the new Black“ um das Schicksal einer New Yorker Managerin in einem Frauengefängnis. Und so gab es neben der kuscheligen Sofaecke auch eine Gefängnisküche, in der Damen in orangen Overalls Essen austeilten. Im Opernsaal wurden derweil Ausschnitte aus dem Netflix-Angebot gezeigt.

Als echte Serien-Junkies entpuppten sich dann auch viele der Gäste, zu denen neben deutschen Prominenten wie Produzent Oliver Berben, Moderator Jan Böhmermann, Sängerin Kim Fisher und Schauspieler Dominic Raacke auch US-Stars aus den Netflix-Originalserien gehörten. Darunter die Schauspielerinnen Taylor Schilling, Kate Mulgrew, Laura Prepon und Uzo Aduba aus „Orange is the new Black“, der Schöpfer, Produzent und Regisseur Robert Rodriguez sowie die Schauspieler D.J. Cotrona und Zane Holtz aus „From Dusk Till Dawn: The Series“ und der Produzent Eli Roth mit Schauspielerin Famke Janssen aus „Hemlock Grove“.

„In unserer Familie sind alle süchtig nach ‚House of Cards‘, wir können die neue Staffel kaum erwarten“, verriet Kimberly Emerson, Frau des US-Botschafters John B. Emerson. Das normale Fernsehprogramm schalte sie nur noch für die Nachrichten ein.

Ebenso handhabt es Dominic Raacke. „Dienste wie Netflix sind die Revolution des Fernsehens, weil sie ermöglichen, dass man nicht auf bestimmte Zeiten angewiesen ist, sondern auch mal eine ganze Staffel in einer Nacht gucken kann.“ Selbst ein Format wie den „Tatort“ könne das nicht aufhalten. Die eigens angereisten US-Serien-Stars freuten sich derweil vor allem über den positiven Nebeneffekt einer Reise nach Berlin. „Wir sind gerade erst angekommen und sofort zur Party gefahren. Aber morgen haben wir frei und dann wollen wir uns die Stadt angucken“, sagen D.J. Cotrona und Zane Holtz aus „From Dusk Till Dawn“.

Netflix wurde 1997 von Reed Hastings und Marc Randolph im kalifornischen Los Gatos als Online-Videothek gegründet und verschickte zunächst Filme auf DVD an seine Abonnenten. Seit 2007 können Filme und Serien per Internet-Stream abgerufen werden. Zuletzt hatte Netflix rund 50 Millionen Kunden, davon gut 35 Millionen in den USA.