Besser als nix

Clemens Schick hat keine Angst vor dem Tod

In der Tragikomödie „Besser als nix“, die diese Woche in die Kinos kommt, spielt Clemens Schick den Mitarbeiter eines Bestattungsinstituts. In Film kennt seine Figur keine Berührungsängste mit Toten. Der Schauspieler hat etwas mit ihr gemeinsam, wie er im Gespräch verrät.

Berliner Morgenpost:

Im Film sind Sie kein Mann der großen Worte. Sie selbst waren zeitweise in einem Schweigekloster in Frankreich. Wie gut können Sie denn schweigen?

Clemens Schick:

Ich liebe es, zu schweigen. Wenn ich eines gelernt habe im Kloster, dann, dass man auf viel Gerede verzichten kann, weil nichts gesagt wird. Ich hasse Zeitverschwendung, und ein langweiliges Gespräch zum Beispiel ist die größte Zeitverschwendung. Da bin ich lieber still und versuche zu denken.

Glauben Sie, dass es eine Art siebten Sinn tatsächlich gibt?

Ich glaube, dass es mehr gibt als das, was wir physisch sehen und erleben. Genauso finde ich Metaphysik extrem spannend. Wie man das dann benennt, ist mir egal. Mir gefällt aber genau der Pragmatismus meiner Rolle im Umgang damit sehr gut. Den lapidaren Umgang mit diesem Thema mitzuerleben, macht, glaube ich, Spaß, weil es einen wahrscheinlich überrascht, weil es so unheilig ist.

Haben Sie selbst auch so wenig Berührungsängste mit dem Thema?

Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich habe Angst vor dem Sterben. Wenn ich tot bin, bin ich ja tot, was auch immer das sein wird.