Musik

Bernhard Brink möchte „das Wacken des Schlagers“ rocken

18 bis 20 Grad und kein Regen – so sieht für Bernhard Brink das perfekte Open-Air-Wetter aus.

Beim ersten „radio B2 SchlagerOlymp“ vor zwei Jahren hatten die Veranstalter nicht so viel Glück. „Das Wasser lief damals nur so die Hänge hinunter“, erinnert sich der Sänger: Dennoch hat er dem Festival die Treue gehalten. „Ich finde das Konzept einfach klasse“, sagt er. Am heutigen Sonnabend um 22 Uhr tritt Bernhard Brink im Freizeit- und Erholungspark Lübars mit seiner Band vor erhofften 20.000 Menschen auf. Beste Rock’n’Roll-Zeit, wie der 62-Jährige findet. Außerdem habe er dann vorher noch genug Zeit, alte Bekannte wie Olaf Berger und Nicki wiederzutreffen. „In der Branche kennt man sich. Das ist jedes Mal wie ein Klassentreffen“, findet der Musiker. Dass Michael Wendler wegen seiner Verpflichtung bei „Promi Big Brother“ kurzfristig absagen musste, störe da nicht weiter. „Ich freue mich, dass Nino de Angelo stattdessen spontan einspringt“, erklärt er diplomatisch. „Er ist ein toller Kollege.“

Als Wahlberliner ist der zwölfstündige Schlagermarathon für Bernhard Brink außerdem ein Heimspiel. „Da bin ich natürlich angespannter als anderswo“, gibt er zu. Besonders freut sich Brink, der seit den 70er-Jahren im Geschäft ist, dass Musik mit deutschen Texten sich derzeit auch bei jungen Leuten so großer Beliebtheit erfreut. Eine Entwicklung, die nicht nur seiner populären Kollegin Helene Fischer zuzuschreiben sei. „Die Sehnsucht nach deutscher Musik war immer da. Es ist toll, dass es Helene Fischer gibt, aber sie ist schließlich nicht die Einzige, die hübsch ist und gut singen kann“, sagt er. „Schlager ist heute erfolgreicher als es US-Stars wie Rihanna sind. Das ist auch eine Entwicklung weg von der Popmusik.“ Und das mache sich auch im Publikum bemerkbar. „Zum Schlagerolymp kommen Jung und Alt. Das wird das Wacken des Schlagers“, ist er sich sicher. Besser als auf Mallorca sei die Stimmung allemal: „Dort hat es sich in den vergangenen Jahren sehr verändert. Wenn ich dort auftrete, dann sehe ich das nur noch als Job.“ Ganz anders als in Lübars: „Hauptsache, das Wetter spielt mit.“