Reitsport

Ein Hoch auf Hoppegarten

Zum 124. Großen Preis von Berlin kommen 10.200 Zuschauer an die Rennbahn

Hoch, das auf jeden Fall. Gerhard Schöningh steht auf dem Grün vor der VIP-Tribüne und mag seinen genauen Wetteinsatz nicht verraten. „Ich setze zehn auf Sieg und zehn auf Platz“, sagt Tini Gräfin Rothkirch, die neben ihm steht, „auf Lucky Speed.“ „Ich je 20, auf Sirius“, ergänzt Stephan Buchner. „Na gut, also zweistellig wird es sein“, sagt Gerhard Schöningh, grinst und wiederholt: „Aber hoch zweistellig! Und auf Open your Heart, der wird es machen.“

Zum 124. Großen Preis von Berlin hatten Inhaber Schöningh, die Vorsitzende des Renn-Klubs Rothkirch sowie Geschäftsführer Buchner am Sonntag an die Rennbahn nach Hoppegarten geladen. Unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, der eine Stunde vor Austragung des Hauptlaufs erschien, warteten 10.200 Zuschauer auf das mit 175.000 Euro dotierte Europa Gruppe-I Rennen am Nachmittag.

„Ich habe natürlich auf den Sieger gewettet“, sagte Herbert Beltle gewohnt gut gelaunt. Der Chef des Restaurants „Aigner“ versorgte Gäste wie BVG-Chefin Sigrid Nikutta mit Mann Christoph Mönnikes, Wilhelm von Boddien, SchauspielerFrank Kessler sowie seine beiden Kollegen Sinja Dieks und Max Woelky mit Sommerpilzen zu Simmentaler Rind.

„Ich setze heute auf die Favoriten Lucky Speed, Sirius und Open your Heart“, so Schauspieler Florian Martens. „Oh Gott, keine Ahnung, auf wen ich setzen soll, das ist das erste Mal für mich auf der Rennbahn“, so Moderatorin Kim Fisher, die mit ihrer besten Freundin Melanie und deren Tochter Molly gekommen war. „Eigentlich habe ich gerade Urlaub, aber wenn die Tini ruft, komme ich gern.“ Über seinen Einsatz sicher zeigte sich Benedikt Graf von Dürckheim: „Ich setze 200 Euro auf Lucky Speed“, sagte er zu Rechtsanwalt Ernst-Moritz Krossa, „das Hauptrennen ist doch die Charity-Wette – ein guter Zweck gehört unterstützt.“ „Und die Rennbahn auch“, so Krossa, „ich finde es toll, wie Schöningh Hoppegarten aus den 16 Jahren Dornröschenschlaf geholt hat“.

„Ja, ist eine tolle Atmosphäre“, sagte auch Wowereit, der zum ersten Mal nach Hoppegarten gekommen und von Schöningh lang ersehnt worden war. „Da muss man ja am Abend gar nicht mehr zu Hertha gehen.“ Den Großen Preis von Berlin überreichte der Regierende am Ende Jockey Stephen Hellyn, der auf Sirius aus dem Stall Molenhof gewonnen hatte. „Danke, dass ihr Hoppegarten mit Leben erfüllt“, so Wowereit, „das war ein schöner Renntag, ein sehr schöner“. Ein großes Kompliment und Trost für Schöningh, dessen Favorit Open your Heart den letzten Platz belegte – sowie ein Hoch auf Hoppegarten.