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Auf die Kette bekommen

Ina Beissner designt Schmuck für Prominente. Bis Sonnabend läuft ihr Pop-up-Store in Mitte

Ihr Markenzeichen sind kleine Glöckchen. In Gold und Silber schmücken sie die Ketten, Armreife, Ringe und Ohrringe von Schmuckdesignerin Ina Beissner, „wie ein Amulett, das die Trägerin beschützt“, wie die Berlinerin sagt. Die Idee dazu war der Grundstein für die Gründung ihres eigenen Labels vor rund vier Jahren.

Bis zum 2. August zeigt Ina Beissner eine Auswahl ihrer Stücke in ihrem zu einem Pop-up-Store umfunktionierten Büro an der Brunnenstraße. Sonst vertreibt die 34-Jährige ihren Schmuck über einen Onlineshop oder in kleinen Modeläden in ganz Deutschland, darunter im „Ofelia“ in Prenzlauer Berg, im „Hecking“ in Mitte oder im „Supermarket“ im Bikinihaus.

Ina Beissner wurde in Peru als Tochter eines Deutschen und einer Dominikanerin geboren. Nach dem Abitur in Mexiko wollte sie Modedesign studieren. Und zwar in Berlin. „Mein Vater ist Berliner, die Stadt war schon immer meine zweite Heimat.“ Also zog sie im Jahr 2000 an die Spree und besuchte drei Jahre lang die Internationale Kunsthochschule für Mode Esmod. „Zu meiner Diplomkollektion hatte ich auch eine kleine Schmuckkollektion entworfen, die besser ankam, als die eigentliche Modekollektion“, erinnert sie sich. So ging sie 2005 für einen einjährigen Schmuckdesignkurs ans Istituto Europeo di Design (IED) nach Mailand.

Nach Zwischenstation beim Label Proenza Schouler in New York kehrte Ina Beissner 2010 nach Berlin zurück und machte sich selbstständig. „Ich hatte eine Idee, eine Vision, und habe dann einfach angefangen zu entwerfen“, erzählt sie. Erfahrung mit einem Schmucklabel oder betriebswirtschaftliche Kenntnisse hatte sie zu diesem Zeitpunkt nicht. „Die ersten drei Jahre waren nicht ohne“, sagt die Designerin. „Ich habe mir alles selber beigebracht und dadurch viele Fehler gemacht. Aber ich lerne gerne und es macht mir sehr viel Spaß. Für mich ist es das Größte, wenn am Ende ein Kunde in den Laden kommt, dem der Schmuck gefällt und der ihn dann auch kauft.“ Dieses Gefühl erlebte Ina Beissner seit Mitte des vergangenen Jahres häufiger. „Vogue“, „Elle“ und „Harper’s Bazaar“ berichteten, Schauspielerin Jessica Schwarz und Model Shermine Shahrivar trugen ihre Stücke auf dem roten Teppich.

Für die kommende Saison plant Ina Beissner eine kleine Männerkollektion. „Ich konnte mich eigentlich nie mit Männerschmuck identifizieren“, so die Berlinerin. „Aber ich glaube, meine Glöckchen eignen sich sehr gut als Manschettenknöpfe.“