Mittag mit

Jens Fischer

Jeden Mittwoch trifft Alexandra Kilian einen Menschen der Stadt zum Lunch. Heute: Jens Fischer, musikalischer Leiter der Blue Man Group, im „Taisu“. Es gibt Sushi.

Glückwunsch zum Zehnjährigen.

Danke, ja, wir haben alle nicht geglaubt, dass die Show so ein Dauerbrenner wird und wir so lang dabeibleiben. Aber inzwischen sind wir ein Teil Berlins geworden.

Besuchen nicht nur noch Touristen die Show?

Die Touristen sind hilfreich. In Berlin hat es natürlich jeder gesehen, der sich für uns interessiert. Aber wir sind europaweit ein Anziehungspunkt geworden, das verbindet uns mit den Menschen, darum geht es in der Show.

Trotz Begeisterung: Sie machen ganz schön viel nebenbei. Arbeiten mit Konstantin Wecker, Katja Riemann, Demba Nabé.

Stimmt, das ist auch das Erfolgsgeheimnis. Wir haben alle die Freiheit, unsere eigenen Projekte zu verwirklichen. Ich möchte die Projekte außerhalb der Show und die inspirierenden Menschen, die dahinterstecken, auch nicht missen. Demba Nabé von Seeed zum Beispiel ist nicht nur ein Hammersänger, sondern auch ein toller Künstler, der Kugelschreiberbilder malt. Auch die Arbeit mit Katja Riemann war ganz toll. Was für eine selbstbewusste, humorvolle und beeindruckende Frau.

Ach. Und wie sind die blauen Männer so?

Sie überraschen mich immer wieder, die anonymen Gesichter hinter der blauen Projektionsfläche. Wir spielen mit der Illusion, dass sie in unserem Kosmos schweben, vielleicht ein Teil von uns sind.

Verrückt. Und sind die Drei nett?

Sind sie. Alles sehr erfahrene, tolle Menschen. Es ist nett, mit ihnen zu arbeiten.