Fernsehen

Premiere für eine verhängnisvolle Affäre

Die Spiegel-Affäre, ausgelöst durch einen Artikel des Journalisten Conrad Ahlers über die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr, stürzte 1962 die Bundesregierung unter Bundeskanzler Konrad Adenauer in eine Krise.

Ein nur annähernd starker Einschlag dürfte Regisseur Roland Suso Richter genügen, um seine Verfilmung der Affäre (7. Mai, 20.15 Uhr, ARD) zu einem Erfolg werden zu lassen. Einen Eindruck konnten sich ausgewählte Gäste am Dienstagabend bei der Premiere in der Astor Film Lounge am Kurfürstendamm verschaffen. Gekommen waren der Schauspieler Ulrich Tukur, die Hauptdarsteller Francis Fulton-Smith, Gesine Cukrowski, Sebastian Rudolph und David Rott sowie Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. „Die Zuschauer werden einen Augstein erleben, der nicht leicht auszuhalten ist, der aber an etwas glaubt“, sagte Sebastian Rudolph über den von ihm dargestellten „Spiegel“-Gründer. „Rudolf Augstein und Franz Josef Strauß sind zwei spannende Menschen, die eine starke Utopie hatten, die sie mit allen Mitteln verteidigt haben“, so Francis Fulton-Smith, der die Rolle des damaligen Verteidigungsministers Strauß übernommen hat. ‚„Es ist wichtig, dass es solche Politiker und Journalisten gab und hoffentlich heute auch noch gibt.“