Bühne

Baby in Berlin: „Dirty Dancing“ feiert Premiere im Admiralspalast

Das Musical zum Film gastiert bis zum 18. Mai an der Spree

Wie oft sie „Dirty Dancing“ schon gesehen haben, können viele Frauen wohl nur noch vage schätzen. Während die meisten Männer angesichts von Sätzen wie „Mein Baby gehört zu mir“ und „Ich habe eine Wassermelone getragen“ nur die Augen verdrehen und ihr Unverständnis beteuern, verfallen so manche Frauen auf der ganzen Welt in ein entrücktes Schmunzeln, während sie „(I’ve Had) The Time of My Life“ summen.

Den gleichen Effekt erhoffen sich auch die Macher des gleichnamigen Musicals, das am Sonntagabend im Admiralspalast an der Friedrichstraße seine Deutschland-Premiere feiern sollte. Fast 30 Jahre, nachdem Patrick Swayze und Jennifer Grey auf der Kinoleinwand zum ersten Mal ihren Mambo getanzt und Hebefiguren im Wasser geübt haben, sollte in Berlin an diesem Abend der Sommer 1963 wieder auferstehen. Der Sommer, den Frances „Baby“ Houseman mit ihrer Familie bei „Kellerman’s“ verbrachte und sich dabei – sehr zum Missfallen ihres Vaters – in den Tanzlehrer Johnny Castle verliebte.

Ein Schicksal, dem sich vermutlich auch „Quatsch Comedy Club“-Gründer Thomas Hermanns nur schwer verwehren könnte. „Patrick Swayze ist schon lecker“, gab der Berliner beim Gang über den roten Teppich zu. Trotzdem mache in seiner persönlichen Top Ten der besten Musicalfilme aller Zeiten „Cabaret“ mit Liza Minnelli das Rennen.

Kein Mann zum Verlieben wäre Johnny hingehen für Claudia Effenberg. „Der ist mir zu sehr Macho. Ich wünsche mit gerade etwas Liebes“, sagte sie in Anspielung auf die Trennung von ihrem Noch-Ehemann Stefan Effenberg. Trotzdem habe sie den Film gefühlte 200 Mal gesehen und schalte bei jeder Wiederholung im Fernsehen ein.

Auch weitere prominente Gäste wie Unternehmerin Heidi Hetzer, Schauspielerin Marion Kracht mit ihrem Ehemann, dem Architekten Berthold Manns, sowie Model Rebecca Mir mit ihrem Verlobten Massimo Sinato ließen sich an diesem Abend die Gelegenheit nicht entgehen, Johnny und Baby ganz aus der Nähe ein paar Tanzschritte abzugucken. Nicht gekommen, obwohl auf der Gästeliste, war der „Bachelor“ Christian Tews mit seiner TV-Liebe Katja Kühne. Möglicher Grund dafür: Beinahe parallel zur „Dirty Dancing“-Premiere hatten die beiden ihr Liebes-Aus via Facebook verkündet.

Der Film war 1987 ein Überraschungserfolg und löste in Tanzschulen eine Mambo-Welle aus. Die Fortsetzung „Dirty Dancing 2: Havana Nights“ konnte 2004 nicht an den Erfolg des Originals anknüpfen. Das Musical von Eleanor Bergstein, das ebenfalls 2004 seine Premiere in Sydney feierte, begeisterte hingegen bis heute über sechs Millionen Zuschauer. Nach Stationen in London, Utrecht und Hamburg war das Stück bereits von April 2009 bis November 2010 an der Spree zu sehen. Um sich die Neuauflage anzusehen, haben die Berliner dieses Mal bis zum 18. Mai Zeit. Die Hauptrollen spielen Anna Weihrauch und Mate Gyenei.