Mittag mit Anna Julia Kapfelsperger

Anna Julia Kapfelsperger

Jede Woche trifft Alexandra Kilian einen Menschen der Stadt zum Lunch.

Heute: Anna Julia Kapfelsperger, Schauspielerin. Es gibt: Couscous-Salat im Duke.

Kein Fleisch?

Ich glaube, das wäre mir fast zu viel, so mit Hauptgang. Aber ich esse ohnehin kein Fleisch. Seit 15 Jahren bin ich Vegetarierin. Und ich habe es bis heute nicht bereut.

In Berlin geht fleischlos ja auch. In welchem Kiez wohnen Sie?

Ich wohne in Schöneberg, direkt am Winterfeldtplatz. Ich mag die Ecke hier total gern, sonnabends der Markt, und man kann schön im Park am Gleisdreieck joggen. Ich bin aber auch oft und viel in anderen Bezirken Berlins unterwegs, wie Kreuzberg oder Mitte. Ich liebe Berlin, fühle mich sehr wohl, natürlich auch, weil ich hier viele sehr gute Freunde gefunden habe! Teilweise Kollegen, aber hauptsächlich stammen sie nicht aus der Branche. Ich brauche da einen Ausgleich privat, sonst wird man ja bekloppt (lacht.)

Haben Sie wirklich keine Freunde in der Branche? Ich dachte, Schweighöfer und Co, die ganzen Jungschauspieler, sind auch privat ganz dicke.

Natürlich freu’ ich mich, Kollegen bei Events wie der Berlinale wiederzusehen, aber es gibt wenige, mit denen ich mich auch wirklich privat verabrede.

Gibt es für Sie was zu tun in der Branche momentan? Was machen Sie gerade?

Gerade bereite ich mich auf ein wichtiges Casting vor. Außerdem stehe ich in diesem Monat auch noch für „SOKO Stuttgart“ vor der Kamera. Es wird also nicht langweilig.

Was war bei Castings Ihr bislang peinlichster Moment?

Zum Glück ist es mir erst einmal passiert: Ich hatte den Text vergessen, Blackout. Schrecklich war das! Und ich bin jemand, der sich echt gut vorbereitet. Das war auch noch bei einem Casting mit Til Schweiger für seinen Film Kokowääh. Aber Schweiger hat total entspannt reagiert und mich überhaupt nicht unter Druck gesetzt. Ich habe dann einfach improvisiert. Und der Witz war: Am selben Tag ruft er mich an und sagt: Du hast die Rolle!