Konzert

Ganz neue Töne von Beckmann

Seit Freitag ist die Musik des Moderators zu hören

Das Beste kommt noch. Gangster, Zocker, Loser, Milliardäre zum Beispiel. Weiter, weiter unterwegs. Ich klau dir ein Lavendelfeld, am allerschönsten Punkt der Welt. Noch einmal mit dir nachts durch Bremen. Im Käfer. Du warst so süß und ich so heiß. Oder Charlotte damals in der dörflichen Metzgerei: Willst du Grobe, willst Du Feine?

Das Beste kommt noch. Das denkt sich auch Reinhold Beckmann – und legt so richtig los. Die Passagen zu Beginn dieses Textes sind willkürliche Auszüge aus Liedern seiner CD, die am Freitag präsentiert wurde. Alles selbst getextet, alles selbst komponiert. Titel und Motto, im Schlussakkord gefühlvoll und vielsagend auf den Punkt gebracht: „Bei allem sowieso vielleicht.“ Das passt. Was Beckmann & Band mit Fantasie, Wortwitz, Poesie und Note auf den Punkt bringen, kann sich hören lassen – ab Herbst auch live. Nach dem Ausstieg bei der Talkshow „Beckmann“ startet der 58-Jährige eine zehnwöchige Tournee, die ihn durch Deutschland, Österreich und die Schweiz führt. Der Tourenplan hängt in Beckmanns Büro in Hamburg vis-à-vis des Schreibtisches. Vorfreude. Wie kommts, Herr Beckmann? „Musik ist immer schon Teil meines Lebens“, entgegnet er, „aber ich habe nie daran gedacht, ihn öffentlich zu machen.“ Bis zum Schlüsselmoment: Vor sechs Jahren war das, in der Kneipe Schellfischposten nahe der Großen Elbstraße. Nach Beckmanns Gastspiel in der Premierensendung von „Inas Nacht“ rief Helge Zumdieck, Schlagzeuger der Müller’schen Band, spontan: „Ey, Reinhold, du bist doch Musiker, mach mal was draus!“ Der Fernsehmann begann, Songs zu schreiben und seine Band aufzubauen. Mit Thomas Biller (Bass), Andreas Dopp (Gitarre), Jan-Peter Klöpfel (Klavier, Trompete, Akkordeon) und natürlich dem ursprünglichen Ideengeber aus Ina Müllers Band, Schlagzeuger Helge Zumdieck. Und wie geht es weiter, wenn es sich im Herbst nach mehr als 15 Jahren „Beckmann“ erst einmal ausgetalkt hat? „Ich mache was Neues für die ARD und den NDR“, kündigt er an. Auch die „Sportschau“ mache er weiter, sagt Beckmann. „Bei allem sowieso vielleicht“ – das passt.