Für den guten Zweck

Den richtigen Ton getroffen

Bei der Benefizgala „Geborgenheit für Kinder“ sammelt der Lions-Club Wannsee zum 19. Mal für den guten Zweck

Nutze Deine gesellschaftliche Stellung und Dein Netzwerk, um Gutes zu tun. So könnte man das Motto der Lions-Clubs, „We serve“, wörtlich mit „wir dienen“ übersetzen. 37 dieser Clubs gibt es mittlerweile in Berlin. Einer, der dieses Motto besonders gelungen umsetzt, ist der Lions-Club Berlin Wannsee, und zwar mit seiner alljährlichen Benefizgala „Geborgenheit für Kinder“ in der Deutschen Oper Berlin. Zum 19. Mal stellten sich am Sonntagabend das Orchester der Oper und sämtliche Künstler, Mitarbeiter und unzählige Helfer in den Dienst der guten Sache und verzichteten auf Gage und Bezahlung. „Das Opernhaus unterstützt uns in jeglicher Hinsicht, sonst wäre das gar nicht möglich“, betonte Orchester-Musiker Johannes Petersen, der selbst Mitglied im Lions-Club Wannsee ist.

„Die Vorbereitungen für den Konzertabend dauern gut ein halbes Jahr. Die Planung für das nächste läuft schon“, sagte Thorsten Bachler, Inhaber einer Werbeagentur und mit 51 Jahren einer der jüngsten Präsidenten des Lions-Clubs Wannsee und seiner 25 Mitglieder. Rund 1500 Gäste kamen am Sonntagabend zu dem öffentlichen Konzert, auf dem Programm stand „Wien. Bitterböse. Zuckersüss“. Eine Hommage an die österreichische Hauptstadt mit Chansons des 2011 verstorbenen Georg Kreisler, dem Wiener Kabarettisten mit untrüglichem Gespür für die Eitelkeiten und Tabus seiner Landsleute.

Gesungen wurden sie von Reinhard Wolf, ebenfalls Österreicher und Erster Konzertmeister des Orchesters der Deutschen Oper. Georg Kreislers Witwe, Barbara Peters, reiste extra aus Wien an, um den Auftritt mitzuerleben.

Nach der Pause, im zweiten Teil der Gala, ließen die 100 Musiker des Orchesters unter dem Dirigat von Cornelius Meister die Zuhörer in Wiener Seligkeit schwelgen, mit Walzer und Polka von Johann Strauß und Melodien aus dem „Rosenkavalier“ von Richard Strauss. Die Schirmherrschaft für den Abend hatte der ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm übernommen, durch den Abend führte Fernsehmoderatorin Sandra Maischberger. Der von ihr gegründete Verein Vincentino, der Schülern den Umgang mit Kultur und Medien nahebringt, gehörte zu den Begünstigten des Abends, ebenso wie der Circus Sonnenstich, der Kinder und Jugendliche mit Down-Syndrom durch artistisches Training fördert.

Traditionell gehen die Erlöse der Gala an Initiativen und Einrichtungen, die Berliner Kinder fördern und von den Lions-Mitgliedern sorgfältig ausgewählt werden. „Wir schauen uns die Projekte vorher an, dann wird abgestimmt, an wen die Erlöse gehen sollen“, so Club-Präsident Thorsten Bachler. „Und wir schauen hinterher nach, was mit dem Geld passiert“, fügte er hinzu.

Beschwingt von den Wiener Melodien trafen sich die Gäste nach dem Konzert zum Empfang im großen Rangfoyer. Bei Wein und Häppchen sollten dann die nächsten Projekte besprochen werden, denen geholfen werden könnte. Denn: Ohne ein gutes Netzwerk lässt sich auch kein noch so guter Zweck erfüllen.