Mode

Frühling da, Röcke raus

Bei Temperaturen um 15 Grad startet die Mode-Saison dieses Jahr früh. Vier Tipps für schöne Beine und die richtige Kleiderwahl

Wenn der Wetterbericht für die kommenden Wochen hält, was er verspricht, dürfen die Wollstrumpfhosen schon bald in den Schrank wandern und frühlingshafte Röcke den Blick auf blanke Frauenbeine freigeben. Auf den roten Teppichen in Berlin zeigen prominente Frauen wie Heike Makatsch, Wolke Hegenbarth und Franziska Knuppe schon jetzt, wie Beine am besten wirken. Sicher, bei Rocklängen ist heute fast alles erlaubt. Doch selten zuvor gab es so viele relevante Designer, die Miniröcke zeigten, die gleichzeitig sexy und cool aussehen. Hedi Slimane zum Beispiel den schwarzen Lederrock mit hoher Taille im 80er-Jahre-Look für Yves Saint Laurent, Raf Simons bei Christian Dior in geblümtem Seidenplissee zum maskulinen Sakko oder Alexander Wang im sportlichen Cheerleader-Outfit und – Achtung, nächste Problemzone – bauchfrei. Auch bei den spitz zulaufenden Lendenschurzröcken von Anthony Vaccarello, der für seine sexy One-Shoulder-Dresses berühmt wurde, sind tolle Beine ein Muss. Und selbst wenn man sich doch für einen der Maxiröcke mit Schlitz entscheidet und wie Angelina Jolie nur ein Bein herausstrecken will, kommt man an mindestens einer dieser folgenden Maßnahmen nicht vorbei.

1. Fett platzen lassen

Eines der häufigsten Probleme bei kürzer werdenden Röcken ist die sichtbar werdende Cellulitis an den Oberschenkeln, verursacht durch Fetteinlagerungen im Bindegewebe. Man kann der Orangenhaut mit der Lipomassage zu Leibe rücken. Zwischen zwei rotierenden Walzen werden die Speckpolster an den Schenkeln angesaugt und durchgeknetet, die Fettzellen so zur Lipolyse angeregt. Die Prozedur kitzelt fürchterlich und ist an manchen Stellen auch schmerzhaft. Ein echter Test für die eigene Leidensfähigkeit. Um bei der Lipomassage die Haut nicht zu verletzen, schlüpft man vorher nach Anweisung in einen Ganzkörperanzug aus dichtem Nylongewebe.

2. Ohne Schweiß kein Preis

Auf Tracy Andersons Trainingsmethoden für schlankere, schönere Beine schwören Stars wie Madonna und Gwyneth Paltrow. Wer sich nicht in ihrem New Yorker Studio einschreiben kann, dem wird mit ihrer DVD geholfen sein. In ihrem YouTube-Video „Fit for Fashion – the ultimate leg workout“ zeigt sie sechs einfache Übungen, für die man nicht mehr als eine Yogamatte, Beingewichte und einen Besenstiel braucht.

3. Frau Roitfeld fragen

Alle fünf Jahre solle man seinen Kleiderschrank überprüfen und sich fragen, wie kurz die Röcke noch sein dürfen, rät Stylistin Carine Roitfeld. Um ihre tollen Beine besser zur Geltung zu bringen, empfiehlt sie ab ihrem Alter, 59, transparente Strumpfhosen mit 15 Den für einen Hauch Nylon. Abends trägt sie gern durchsichtige schwarze zum knielangen Rock. Eine andere französische Stilikone mit sensationell schlanken Beinen trug mit 80 Jahren noch ihre kurzen Azzedine-Alaïa-Röcke zu Sheer-Tights mit Naht. Die Architektin Andrée Putman konnte jedoch auch beim Sitzen die Beine elegant seitlich parallel stellen, eine sehr ästhetische Haltung, die Frauen heute verlernt zu haben scheinen.

4. Auf die Knie achten

Als „hässlichsten Körperteil der Frau“ bezeichnete Coco Chanel einst das Knie und verfügte, dass es unbedingt bedeckt bleiben müsse. Mary Quant war da ganz anderer Ansicht, aber das ist nun auch schon genau 40 Jahre her. Geblieben ist das Problem mit den „Kninkles“ – so heißen die Falten auf den Knien auf Englisch –, die sich umso stärker bilden, je unelastischer die Haut wird. Mit plastischer Chirurgie ist den Kninkles besonders schwer beizukommen, weil man bei einem Knie-Lift die Narben nirgendwo verstecken kann. Besonders hart trifft es diesen Sommer jene Frauen, die sich für den aktuellen Prada-Look entschieden haben. Die Kombination aus sportlichen Wadenstrickstulpen und kurz über dem Knie endenden Röcken setzt die Problemzone besonders auffällig in Szene. Da sollten sie weder trocken noch faltig sein. Ähnlich wie Hände sind Knie ein fast untrügliches Altersindiz.