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Taiwanesisch mit Tim Raue

Kulinarisches Kino im Spiegelzelt am Potsdamer Platz

98 Wanderköche waren gekommen, um den Wettbewerb zu gewinnen. Getreu dem Motto: „Glücklich macht's, wenn's andere glücklich macht.“ Da zeigten sich Gourmet-Doktoren mit Küchenbeilen, Küchengurus, die nur noch gebratenen Reis zubereiten – und ein Koch für Obdachlose im U-Bahn-Tunnel. Sie alle spielen eine Rolle in dem Film „Zone pro Site: The Moveable Feast“, der am Dienstagabend Europapremiere im Martin-Gropius-Bau nahe des Potsdamer Platzes feierte. Regisseur und Autor Chen Yu-Hsun schuf mit dieser Konstellation aus Food Cinematographie und epischer Komödie den erfolgreichsten Film Taiwans des Jahres 2013 und zeigte ihn im Rahmen des Kulinarischen Kinos. Im Spiegelzelt gegenüber kochte an diesem Dienstagabend nur ein Wanderkoch. Für den kulinarischen Part nach der Filmvorführung hatte sich Organisator Thomas Struck Zwei-Sternekoch Tim Raue (Foto) aus der Rudi-Dutschke-Straße („Restaurant Tim Raue“, „Sra Bua“, „La Soupe Populaire“) ausgesucht. Der sich für sein „Guru“-Menü ganz nach dem Film richtete und nach seinem Zwei-Sternekollegen Daniel Achilles am Abend zuvor den Gästen Gerichte wie „Mock Turtle Chicken Cucumber & River Eel Lotus Root“, „Leftover Stew“ als Hauptgang und „Almond Cake & Yuzu“ zum Nachtisch servierte. Alles Gerichte des Wettbewerbs im Film. Er habe die Gänge lediglich „zusätzlich auf meine Weise interpretiert“, sagte Tim Raue. Getreu der taiwanesischen Tradition, dass zu einem gelungenen Abend jeder Teilnehmer seinen Beitrag leistet - und es am Ende alle glücklich macht.